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kino.to: Flüchtiger mutmaßlicher Betreiber gefasst

Raubkopien  

Weitere Verhaftung im Fall kino.to

07.11.2011, 17:21 Uhr | Andreas Lerg

kino.to: Flüchtiger mutmaßlicher Betreiber gefasst. Weitere Verhaftung im Fall Kino.to. (Quelle: imago images)

Weitere Verhaftung im Fall Kino.to. (Quelle: imago images)

Im Fall kino.to klickten jetzt erneut die Handschellen: Seit Juni befand sich noch ein mutmaßlicher Betreiber des Filmpiratenportals auf der Flucht. Nun konnte die Polizei den Verdächtigen in Niedersachsen verhaften. Das teilt die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU) mit.

Nachdem die Polizei bereits im Juni zwölf Verdächtige verhaften konnte, ging den Beamten der Sonderermittlungseinheit jetzt ein weiterer Betreiber des illegalen Filmpiratenportals kino.to ins Netz. Seit Juni wurde nach dem Mann nicht nur in Deutschland, sondern auch Spanien, Frankreich und den Niederlanden gefahndet. Am Sonntag konnten die Beamten ihn in Niedersachsen ausfindig machen und verhaften. Das meldete die Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU).

Beschuldigter betrieb angeblich Filehoster

Der Festgenommene wird beschuldigt, einen Filehoster für kino.to betrieben zu haben. Das ist ein Online-Speicherplatz, auf dem Raubkopien gespeichert und verteilt werden. Zudem steht er im Verdacht, am Aufbau eines Nachfolgeportals von kino.to mitgewirkt zu haben. Die illegale Seite kino.to war im Juni im Rahmen der Verhaftungen und Durchsuchungen stillgelegt worden.

Millionengewinne durch Werbung

Die Betreiber von kino.to sollen sowohl durch Werbung als auch den Verkauf von Abos für einen Premium-Zugang zu der illegalen Streamingseite Millionengewinne erzielt haben. Bereits im September gelangten die Ermittler auch an die Konten des illegalen Streaming-Portals, die sie führenden Mitarbeitern des illegalen Internetportals zuordnen konnten.

Bildung einer kriminellen Vereinigung

Die Polizeiaktion im Juni gegen kino.to wurde unter dem "Verdacht der Bildung einer kriminellen Vereinigung zur gewerblichen Begehung von Urheberrechtsverletzungen" durchgeführt. Den Auftakt bildete ein Ende April gestellter Strafantrag der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen e.V. (GVU). Zuvor hatte die GVU jahrelang ermittelt und Erkenntnissen zum System von kino.to gesammelt. Das "arbeitsteilige parasitäre Geschäftsmodell" diente laut GVU der systematischen Verletzungen von Urheber- und Leistungsschutzrechten. Die Beteiligten verfolgten damit den Zweck, mit den illegalen Profiten dauerhafte Einkünfte zu erwirtschaften. Das geschah beispielsweise über Werbeeinblendungen und den Verkauf von Premiumzugängen zu dem illegalen Angebot.

Streaming ist nicht immer legal

Tatsächlich bewegen sich Nutzer von Streaming-Portalen wie kino.to rechtlich auf sehr dünnem Eis. Die Betreiber von kino.to und ähnlichen Portalen besorgen sich die Filme widerrechtlich und kaufen keine Lizenzen bei den Rechteinhabern. Für einen Verstoß gegen das Urheberrecht genügt es oft schon, wenn ein Film auf dem PC zwischengespeichert wird, warnt Rechtsanwalt Jörg Dittrich im Interview mit t-online.de. Und genau dass passiert beim Streaming in der Regel. "Rechtlich ist diese Speicherung eine Vervielfältigung und damit illegal", so der Experte. Besonders heikel sei es, wenn der Stream bewusst dauerhaft gespeichert wird, wie es zum Beispiel mit einigen Browsern und Zusatzprogrammen möglich ist. Auch das Recht auf die so genannte Privatkopie greift hier nicht, da eine Privatkopie nur von legal gekauften Medien hergestellt werden darf. Statt der illegalen Quellen bieten sich legale Dienste wie beispielsweise Videoload an.

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