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Twitter: Einbrecher in Kenia per Kurznachricht vertrieben

Kenianischer Ortsvorsteher schlägt Einbrecher mit Twitter in die Flucht

16.02.2012, 10:00 Uhr | Andreas Lerg

Twitter: Einbrecher in Kenia per Kurznachricht vertrieben. Twitter hilft Francis Kariuki bei vielen täglichen Aufgaben. (Quelle: imago images)

Twitter hilft Francis Kariuki bei vielen täglichen Aufgaben. (Quelle: imago images)

Twitter kann sogar helfen, einen Einbrecher in die Flucht zu schlagen. Das zeigt die Kleinstadt Lanet Umoja im Westen von Kenia, wo Twitter clever zum Einsatz kam. Dort versammelte sich Bürger auf einen Tweet des Ortsvorstehers hin, um einem der ihren bei einem Einbruch zur Seite zu stehen.

Als Ortsvorsteher Francis Kariuki den Anruf bekam, dass Einbrecher in einem Haus der Stadt am Werk seien, griff er zu einer ungewöhnlichen Maßnahme. Er schickte per Twitter eine Nachricht an alle Bewohner der Kleinstadt Lanet Umoja. Binnen weniger Minuten versammelten sich zahlreiche Bewohner vor dem Haus des Lehrers und die Kriminellen ergriffen die Flucht. Das hat schon oft funktioniert, wie einer der Dorfältesten der afrikanische Nachrichtenagentur IPSNews erklärte: "Wenn der Ortsvorsteher etwas über einen Raub twittert, kommen wir sofort in großer Zahl zusammen. Während einige den Ort des Verbrechens aufsuchen, blockieren andere alle Fluchtwege, vor allem wenn Autos oder Vieh gestohlen wird." Die meisten Empfänger erhalten die Twitter-Nachrichten als SMS auf ihrem Mobiltelefon.

Twitter hilft bei der Suche nach vermissten Kindern und Vieh

Kariuki hat mit seinem Twitter-Account eine Art Alarmierungssystem etabliert. Der Ortsvorsteher sendet über sein Konto @chiefkariuki auch Suchmeldungen, wenn ein Kind oder Vieh vermisst wird. So konnte dank Twitter vor kurzem ein verlorenes Schaf gefunden werden. IPSNews zitiert Ortsvorsteher Kariuki zu seinen Twitter-Strategie: "Hier in meinem Ort habe ich jetzt die Kriminalität und das illegale Bierbrauen unter Kontrolle. Bis Mai vergangenen Jahres war das hier ein gefährlicher Ort. Doch mit Autoraub, Straßenüberfällen und Einbrüchen ist nun endlich Schluss." Auch seine Mitarbeiter hat der Ortsvorsteher in die Nutzung von Twitter eingearbeitet, denn er will den Kurznachrichtendienst noch intensiver nutzen. Er erreicht damit bereits 15.000 der 28.000 Einwohner von Lanet Umoja.

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