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Facebook: Vorsicht vor "Deine letzten Profilbesucher"

Facebook: "Daumen runter" lockt in Falle

03.04.2012, 09:41 Uhr | Andreas Lerg

Facebook: Vorsicht vor "Deine letzten Profilbesucher". Betrüger zocken erneut auf Facebook ab. (Quelle: imago images)

Betrüger zocken erneut auf Facebook ab. (Quelle: imago images)

Derzeit versuchen Online-Kriminelle gleich mit zwei Betrugsmaschen Facebook-Nutzer in die Falle zu locken. Als Köder dienen hierbei Funktionen, die viele Nutzer gerne haben möchten: Den berüchtigten "Daumen runter" für "Gefällt mir nicht" und wer das eigene Profil besucht hat. Doch wer darauf hereinfällt, übergibt den Kriminellen sein Facebook-Profil, wird mit seltsamer Werbung überhäuft und fängt sich zudem eine dubiose Browser-Erweiterung ein.

Viel gehegter Wunsch vieler Facebook-Nutzer ist es, sehen zu können, wer wann und wie oft ihr Profil besucht hat. Obwohl Facebook diese Informationen technisch nicht zur Verfügung stellt, versuchen Online-Kriminellen immer wieder, Nutzer mit betrügerischen Apps zu ködern, die angeblich genau diese Daten liefern. Aktuell kursiert auf Facebook eine App namens "Deine letzten Profilbesucher", die in eine Falle lockt.

Facebook-Nutzer soll Freunde einladen

Die App gaukelt dem Nutzer vor, eine Anwendung von Facebook selbst zu sein. (Quelle: t-online.de)Die App gaukelt dem Nutzer vor, eine Anwendung von Facebook selbst zu sein. (Quelle: t-online.de) Wer "Deine letzten Profilbesucher" aktiviert, wird daraufhin aufgefordert, seinen Freunden ebenfalls eine Einladung zu dieser App zu schicken. Damit soll er angeblich bestimmen können, wessen Besuche er zu sehen bekommt. Tatsächlich wollen die Hintermänner damit weitere Nutzer in die Falle locken. Weiterhin soll der Nutzer der App gestatten diverse Informationen aus dem Profil einsehen zu können und im Namen des Nutzers auf dessen Profilseite Beiträge veröffentlichen zu dürfen. Was die App tatsächlich im Hintergrund macht, ist unklar – die Informationen aus dem eigenen Profil sind aber auf jeden Fall in falschen Händen.

Facebook erklärt im Hilfebereich zu solchen Anwendungen: "Facebook bietet Anwendungen oder Gruppen keine technischen Möglichkeiten, um Nutzern zu ermöglichen (Chronik-) Profilaufrufe zu verfolgen oder Statistiken anzuzeigen, wie oft und von wem ein bestimmter Inhalt angezeigt wurde."

Es gibt keinen Gefällt mir nicht-Knopf

Oft wünschen sich Nutzer auch einen Gefällt mir nicht-Knopf, um mitzuteilen, dass ihnen etwas auf Facebook oder einer Internetseite missfällt. Obwohl Facebook auch dieser Funktion eine klare Absage erteilt hat, versuchen Online-Betrüger derzeit, mit eben dieser Funktion zu locken. Um diesen vermeintlichen Gefällt mir nicht-Knopf zu bekommen, soll der Nutzer eine Browser-Erweiterung installieren. Bereits dies ist ein Hinweis, dass etwas nicht mit rechten Dingen zugeht: Eine echte Facebook-Funktion würde innerhalb des sozialen Netzwerks zur Verfügung gestellt und nicht als Zusatzprogramm für den Browser auf dem Computer des Nutzers.

Lästige Werbung und Adressdiebstahl

Ist die Browsererweiterung installiert, wird zwar ein vermeintlicher "Daumen-runter-Button" und Link mit der Beschriftung Gefällt mir nicht im Facebook-Profil des Nutzers eingeblendet. Doch klickt der Anwender darauf, öffnet sich lediglich eine Anfrage des Facebook-Spiels Lucky-Slots. Hier soll der Nutzer dann viele Informationen preisgeben und umfangreiche Rechte freigeben. Beispielsweise alle Informationen von seinem Profil und auch, dass die App im Namen des Nutzers Inhalte auf dessen Pinnwand posten darf. Damit nicht genug, denn auf der Facebook-Seite werden auch unseriöse Werbebanner eingeblendet, über die die Hintermänner dieses Betrugs abkassieren.

Falsche Ostergewinnspiele

Auch mit einem angeblichen Oster-Gewinnspiel von Saturn sollen die Nutzer in die Falle gelockt werden. (Quelle: t-online.de)Auch mit einem angeblichen Oster-Gewinnspiel von Saturn sollen die Nutzer in die Falle gelockt werden. (Quelle: t-online.de) Ende März tauchte zudem wieder ein falsches Gewinnspiel auf. Angeblich lobte dort der Elektronikhändler Saturn Apple iPads als Gewinn aus. Hinter der mittlerweile gelöschten Gewinnspielseite steckte allerdings nicht Saturn, sondern ein einschlägig bekannter Adress-Abzocker, der die Kontaktdaten eines Nutzers einsammelt, um ihm dann unerwünschte Werbung zu senden. Saturn und Media Mark wurden schon mehrfach auf Facebook als Köder für Betrugsversuche missbraucht und distanzieren sich von solchen Aktionen. Es ist durchaus möglich, dass die nahende Osterzeit für weitere Betrügereien in diesem Stil genutzt wird.

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