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Facebook-Party-Gastgeber soll 200.000 Euro zahlen

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Facebook-Party wird wohl mächtig teuer

13.07.2012, 13:27 Uhr | dapd, dapd

Facebook-Party-Gastgeber soll 200.000 Euro zahlen. Polizisten in Konstanz führen einen mit Kabelbinder gefesselten jugendlichen Partygast ab. (Quelle: dapd)

Polizisten in Konstanz führen einen mit Kabelbinder gefesselten jugendlichen Partygast ab. (Quelle: dapd)

Dem vermeintlichen Gastgeber einer Facebook-Party droht ein teures Nachspiel. Ihm wird vorgeworfen, zu einem Grillfest am Bodensee eingeladen zu haben. Nachdem Tausende ihr Kommen angekündigt hatten, verbot die Polizei die Veranstaltung. Zudem wurde ein Polizei-Großaufgebot eingesetzt, um die Party zu verhindern. Die Kosten des Einsatzes soll nun der vermeintliche Gastgeber tragen.

Der Polizei in Konstanz gelang es den vermeintlichen Facebook-Nutzer hinter der Einladung zu ermitteln. Diesem droht nun ein Zivilverfahren, die Stadt Konstanz und die Polizei könnten die Kosten von 200.000 Euro für den Großeinsatz zurückfordern, wie ein Behördensprecher am Freitag mitteilte. Die Wohnung des jungen Mannes wurde durchsucht und Smartphone und Rechner seien sichergestellt worden. Die Geräte würden nun untersucht, so die Polizei weiter.

Facebook-Einladung zum Grillen am Badestrand

Der junge Mann soll über einen anonymen Facebook-Account zu der Party am vergangenen Samstag im Strandbad Horn aufgerufen haben. Tausende Facebook-Nutzer hatten auf "gefällt mir" geklickt und ihr Kommen signalisiert. Die Stadt Konstanz reagierte umgehend und verbot die Veranstaltung offiziell. Das Gebiet um das Strandbad wurde zusätzlich von zahlreichen Beamten abgesperrt, selbst Badebesucher durften das Strandbad "Hörnle" nicht betreten. Am Abend kamen um die 100 Gäste, die auf dem Areal am Bodenseeufer grillen wollten, 31 erhielten Polizeiangaben zufolge einen Platzverweis.

Weitere Party für Ende Juli abgesagt

Unterdessen ist die Polizei in Konstanz auf eine zweite Einladung in dem sozialen Netzwerk aufmerksam geworden. Ein anderer junger Mann hatte für Ende Juli ebenfalls zu einer Party am Strandbad aufgerufen. Auch er konnte ausfindig gemacht werden - und arbeitet nun mit der Behörde zusammen: Die Beamten durften sich in sein anonymes Profil einloggen und die Party per Posting kurzerhand wieder absagen. Das Foto wurde ebenfalls geändert. Statt eines Schwarzweiß-Konterfeis prangt im quadratischen Profilbildbereich nun ein Polizeistern.

Polizei fahndet gezielt nach Facebook-Partys

Private Partys, die über Facebook verkündet werden, werden zunehmend unkontrollierbar. Wird die Einladung nicht auf einen Benutzerkreis beschränkt, sondern öffentlich verkündet, erscheinen häufig mehrere hundert Personen, die nur mit massivem Polizeieinsatz wieder zur Heimkehr zu bewegen sind. Aus diesem Grund kommen Polizei und Ordnungsämter dem nun zuvor und fahnden mittlerweile gezielt nach Facebook-Partys. Mit Erfolg: Am Donnerstag erließ der Ort Saaße im Wendland vor einer Feier einen Platzverweis, zu der für diesen Samstag über das soziale Netzwerk öffentlich eingeladen worden war. Mehr als tausend Nutzer hatten bereits ihr Kommen zu dem Grillfest angekündigt.

Facebook-Party-Verbot nach 12.000 Zusagen

Der Leiter des für Saaße zuständigen Ordnungsamtes der Gemeinde Lüchow, Udo Schulz, kündigte an, das Verbot "mit Unterstützung der Polizei konsequent" durchzusetzen. Lediglich Anwohner oder Menschen mit persönlicher Einladung dürften zu der Feier kommen. Zuvor hatte am Mittwoch die Stadt Fürth in Mittelfranken eine Facebook-Party untersagt – nach knapp 12.000 Zusagen für eine Feier im Stadtpark. Und am Dienstag unterband die Polizei in Witten bei Dortmund eine Feier.

Bereits in der Vergangenheit liefen etliche über Facebook organisierte Feiern aus dem Ruder. In Backnang bei Stuttgart randalierten am Rande einer Facebook-Party im Juli rund 1000 Jugendliche in der Stadt. Im Juni wurde in Barum bei Lüneburg das Elternhaus eines 14-Jährigen von Feiernden gestürmt, die Gegenstände beschädigten. Und beim bisher bekanntesten Fall wollten rund 1500 Feierwillige auf den Geburtstag der 16-jährigen Thessa anstoßen – in ihrem Elternhaus in Hamburg.

Facebook baut aus

Eine von Facebook beauftragte PR-Agentur wies darauf hin, dass Minderjährige längst eine Warnung angezeigt bekommen, wenn sie über die Veranstaltungsfunktion des Netzwerks eine Einladung erstellen und diese nicht nur ihren tatsächlichen Freunden zugänglich machen, sondern die Einladung öffentlich schalten. Gleichzeitig stärkt das US-Unternehmen die Veranstaltungs-Funktion jedoch gerade: Veranstaltungen und Geburtstage von Facebook-Kontakten werden seit dieser Woche in Form eines Monatskalenders angezeigt. Nutzer sollen damit besser den Überblick behalten, wann sie zur nächsten Feier eingeladen sind.

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