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Facebook: Sind Fakeprofile strafbar?


Facebook: Sind Fakeprofile strafbar?

aw (CF)

Aktualisiert am 06.08.2012Lesedauer: 2 Min.
Qualitativ geprĂŒfter Inhalt
Qualitativ geprĂŒfter Inhalt

FĂŒr diesen Beitrag haben wir alle relevanten Fakten sorgfĂ€ltig recherchiert. Eine Beeinflussung durch Dritte findet nicht statt.

Fakeprofile sind Facebook ein Dorn im AugeVergrĂ¶ĂŸern des Bildes
Fakeprofile sind Facebook ein Dorn im Auge (Quelle: Bernhard Classen/imago-images-bilder)

Viele Internetnutzer legen in sozialen Netzwerken wie Facebook Fakeprofile an. Hierbei melden sich Personen unter einem falschen Namen an - nicht selten sehr fantasievoll. Dies entspricht natĂŒrlich eigentlich nicht den Nutzungsbedingungen. Aber sind diese Fakeprofile auch strafbar?

Problem FĂŒr Facebook

Rund 42 Millionen Fakeprofile tummeln sich in dem sozialen Netzwerk Facebook, wie die Zeitschrift "PC Welt" berichtet. Profile mit Fantasienamen wie "Joe Arschtreter" widersprechen den Nutzungsbedingungen und sind dem Unternehmen ein Dorn im Auge. Die Werbekunden fordern die Offenlegung der genauen Zahlen. Denn etwa fĂŒnf bis sechs Prozent aller Facebook-Konten könnten fĂŒr Werbezwecke somit wegfallen.

BetrugsfÀlle sind strafbar

Doch ist es illegal, sich unter falschem Namen bei Facebook anzumelden und ein Fakeprofil zu erstellen? Die Antwort lautet: bedingt. "Rechtlich ist es nicht relevant, wenn jemand unter einem anderen Namen im Internet oder in sozialen Netzwerken auftritt. Erst wenn jemand unter falscher IdentitĂ€t einen Vertrag abschließen will, kann das zum einen strafbar sein wegen Betruges und zum anderen zivilrechtliche Konsequenzen nach sich ziehen", stellt Alexander Fischer, Fachanwalt fĂŒr IT-Recht der Stuttgarter Anwaltskanzlei Fischer und Dietz, auf "arbeitgeber.monster.de" klar.

Schließt eine Person mit einem Fakeprofil einen Arbeitsvertrag ab, verstĂ¶ĂŸt sie gegen die Schriftformerfordernis. Dennoch bleibt der Vertrag gĂŒltig. Der Arbeitgeber kann dies jedoch anfechten, sofern er den Fall der arglistigen TĂ€uschung beweisen kann. "Strafbar wird der Fall dann, wenn jemand suggeriert, eine andere Person zu sein, die er tatsĂ€chlich nicht ist und die getĂ€uschte Person eine Leistung erbringt, die sie nicht erbracht hĂ€tte, wenn sie Kenntnis von der wahren IdentitĂ€t gehabt hĂ€tte", so Fischer weiter. Unter UmstĂ€nden kann auch ein Fall von UrkundenfĂ€lschung vorliegen.

Fakeprofile und Konsequenzen

Sollten oben genannte BetrugsfĂ€lle nicht vorliegen, kann Facebook immerhin die Fakeprofile löschen. Das steht auch in den Nutzungsbedingungen. Andere Nutzer können mit der Funktion "Diese Person melden" Facebook mitteilen, dass es sich um ein Fakeprofil handeln könnte. Das soziale Netzwerk prĂŒft dann die Daten und sperrt das Konto, sollte sich der Verdacht bestĂ€tigen. Ein Profil kann Facebook zum Beispiel auch dann löschen, wenn sich der Inhaber einer Marke wegen des Profilnamens beschwert.

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