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Facebook: Neuer Trojaner verbreitet sich via Chat

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Trojaner kommt per Facebook-Chat

20.08.2012, 10:15 Uhr | Andreas Lerg

Auf Facebook macht ein neuer Trojaner die Runde, der über den Facebook-Chat und die Nachrichten-Funktion verbreitet wird. Dabei wird ein Link zu einem angeblichen Bild gesendet. Doch der Link schleust beim Anklicken direkt den Trojaner auf dem Computer des Opfers.

Derzeit bekommen viele Facebook-Nutzer eine Nachricht oder eine Chat-Nachricht, in der lediglich "weeeeeeeeerrrrrrrr ist daaaaaaaaassssss???" zu lesen ist. Gleichzeitig wird in Link zu einer angeblichen Bilddatei geschickten. Die Absicht dieser Nachricht ist es, den Empfänger zum Betrachten des vermeintlichen Fotos zu verleiten. Doch wer den Link anklickt um das Bild zu anzusehen, lädt damit einen fiesen Trojaner namens Trojan.Win32.Jorik.IRCbot.qwg auf seinen Computer. Gleichzeitig sorgt der Klick auf den Link dafür, dass die gefährliche Nachricht an die gesamte eigene Freundesliste verschickt wird.

Viele Virenscanner erkennen den Trojaner nicht

Der Trojaner ist noch sehr neu – viele Virenscanner erkennen den Schädling bislang nicht. Laut der Internetseite Virustotal wird Trojan.Win32.Jorik.IRCbot.qwg bisher erst von wenigen Abwehrprogrammen erkannt. Der Trojaner öffnet seinen Kriminellen Hintermännern Tür und Tor auf den befallenen PC, der Schädling verfügt über eine Nachladefunktion, über die die Kriminellen verschiedene Schadsoftware auf einem Computer installieren können. Wer den Link bereits angeklickt und das Foto angesehen hat, sollte laut der Empfehlung von Mimikama wie folgt vorgehen:

1. Den Computer im abgesicherten Modus starten, indem beim Neustart die Taste F8 gedrückt gehalten wird.
2. Die Anitivirensoftware aktualisieren und den Computer dann vollständig scannen
3. Den Computer auch mit dem Gratis-Malwarescanner von Avast komplett prüfen.
4. Innerhalb von Facebook die Apps überprüfen und unbekannte bzw. unerwünschte Apps löschen.
5. Auch die Browser-Erweiterungen nach unbekannten Pulgins durchforsten, da die Funktion zur Verbreitung des Trojaners sich auch hier festsetzen kann.

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