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"Mord-Szene" auf Google Maps – was wirklich geschah

Polizei ermittelte  

"Mordfall" auf Google Maps gelöst

19.04.2013, 10:58 Uhr | Yaw Awuku

"Mord-Szene" auf Google Maps – was wirklich geschah. Holzsteg in der niederländischen Stadt Almere aus der Luftperspektive (Quelle: Hersteller)

Zeigt hier Google Earth einen Mord? (Quelle: Hersteller)

Eine gruselige Satellitenaufnahme auf Google Maps hat Tausende Menschen verschreckt. Der Online-Kartendienst hatte nach Ansicht vieler Nutzer wohl festgehalten, wie zwei Personen einen leblosen Körper in einem See versenken. Internetnutzer und Presse rätselten tagelang, ob Google wirklich zwei Mörder auf frischer Tat ertappt haben könnte. Nun meldete sich eine der "Verdächtigen" zu Wort.

Am 12. April teilte ein Nutzer des sozialen Netzwerkes Reddit die rätselhafte Aufnahme. Im "Königin Beatrix"-Park der niederländischen Stadt Almere ragt ein Steg in einen See. Eine lange rote Spur zieht sich vom Ufer bis zum Ende der hölzernen Plattform. "Könnte das etwa Blut sein?", fragten sich zahlreiche Internetnutzer.

Drei schattige Gestalten am Ende des Steges verstärkten den Eindruck, dass es sich um ein Verbrechen handeln könnte. Während eine Person scheinbar leblos in einer großen Blutlache liegt, machen sich die beiden anderen daran, den Körper im Parksee zu versenken.

"Mord auf Google Maps" geht um die Welt

Die Aufnahme sorgte für reichlich Wirbel. Innerhalb einer Woche sahen sich über 700.000 Menschen die vermeintliche Mord-Szene auf Google Maps an. Weltweit berichteten Zeitungen wie The Telegraph in Großbritannien, die Huffington Post in den USA und die Bild-Zeitung in Deutschland über den mysteriösen Fall. Auch via Twitter und Facebook ging das Bild um die Welt.

Doch schnell kamen Zweifel auf. Viele hielten es für unwahrscheinlich, dass zwei Mörder am helllichten Tag und dazu noch in einem belebten Park versuchen würden, sich einer Leiche zu entledigen. Da Google Maps das Satelliten-Bild aber bereits 2009 geschossen hatte, gab es kaum Aussichten, den Fall aufzuklären.

Auf den Hund gekommen

Internetseite mit Info-Grafik zur Entstehung der Wasserspuren auf dem Holzsteg. (Quelle: Screenshot: The Sun)Info-Grafik zeigt, welchen Weg der Hund genommen hat. (Quelle: Screenshot: The Sun) Dann meldete sich einer der mutmaßlichen Täter zu Wort – die 52-jährige Hundebesitzerin Jacqueline Koenen. "Als ich das Bild sah, wurde mir klar, dass das mein Hund ist", sagte sie der britischen Zeitung The Sun und erklärte damit die scheinbar leblose Gestalt. Ihr Hund Rama sei vom Steg ins Wasser gesprungen, zum Ufer geschwommen und über die Plattform wieder zu ihr zurück gelaufen. Bei den Spuren handelt es sich also nicht um Blut sondern um Wasser, dass das rötliche Holz dunkel färbte.

Polizei ermittelte im "Google-Mord"

Die niederländische Polizei bestätigte die Geschichte. "Es war kein Mord, es war ein Hund", sagte eine Sprecherin. Wie die Lokalzeitung Almere Vandaag berichtete, wusste die Polizei schon seit Längerem von dem "Google Maps"-Foto. Die Aufnahme habe tatsächlich Ähnlichkeiten zu einer Mordszene. Laut dem australischen Nachrichtenmagazin Ninemsn haben die Beamten sogar Ermittlungen aufgenommen und die Hundebesitzerin schließlich ausfindig gemacht.

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