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Kim Schmitz alias Kim Dotcom fordert Hilfe aus Deutschland

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Zu wenig Unterstützung  

Dotcom fordert Hilfe von Deutschland

09.05.2013, 08:26 Uhr | dpa

Kim Schmitz alias Kim Dotcom fordert Hilfe aus Deutschland. Kim Dotcom (Quelle: imago/Guido Krzikowski)

Kim Dotcom steht im Rechtsstreit mit Behörden. (Quelle: Guido Krzikowski/imago)

Kim Schmitz alias Kim Dotcom hat sich auf seine deutschen Wurzeln besonnen. Die Bundesregierung soll dem in Neuseeland lebenden Megaupload-Gründer im Kampf gegen seine Auslieferung an die USA unterstützen. Er beklagt die Verletzung seiner Menschenrechte und die mangelnde Unterstützung durch deutsche Behörden. Diese Vorwürfe formulierte Dotcoms Anwalt am Mittwoch.

Seit über einem Jahr wehrt sich Kim Dotcom, der als Kim Schmitz in Kiel geboren wurde, gegen seine Auslieferung in die USA. Der in Auckland lebende Internet-Unternehmer mit deutschem Pass will nun deutsche Behörden einschalten und fordert im Kampf gegen seine Auslieferung aus Neuseeland in die USA Unterstützung von der Bundesregierung.

Kim Dotcom beklagt mangelnde Unterstützung

Seine Menschenrechte seien verletzt worden und die deutschen Behörden hätten ihm nicht genügend konsularischen Beistand geleistet. Das sagte Dotcoms Anwalt Robert Amsterdam am Mittwoch. Dotcom alias Kim Schmitz ist Gründer der Datentausch-Plattform Megaupload. "Er ist ein deutscher Staatsbürger, dessen Rechte außer Kraft gesetzt wurden", sagte der in London ansässige Anwalt der Nachrichtenagentur dpa.

Deutsche Behörden sollen eingeschaltet werden

Er werde die deutschen Behörden in den kommenden Wochen einschalten, erklärte der Anwalt und verdeutlichte: "Wir können uns an das Büro der Kanzlerin und das Außenministerium wenden. Es gibt Verpflichtungen nach der deutschen Verfassung."

USA wollen die Auslieferung

Die Behörden in den USA werfen Dotcom Urheberrechtsverletzungen mit Schäden von einer halben Milliarde Dollar vor. Sie ließen Megaupload schließen. Auf Betreiben der US-Ankläger wurde Dotcoms Anwesen in Neuseeland im Januar 2012 durchsucht. Dotcom wurde vorübergehend festgenommen.

Wie sich später herausstellte, hatte der neuseeländische Geheimdienst ihn illegal überwacht. Deshalb laufen mehrere Verfahren. Dotcom wehrt sich gegen alle Vorwürfe und die beantragte Auslieferung in die USA. Er veröffentlichte am Dienstag ein 48 Seiten langes Dokument zu seiner Verteidigung. Darin heißt es unter anderem, Megaupload sei für Urheberrechtsverletzungen von Kunden haftbar gemacht worden. Inzwischen startete Dotcom die neue Datenplattform Mega.

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