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Google stellt Neuerungen für Google+ vor

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Überraschende Präsentation  

Google zeigt Neuerungen für Google+

05.11.2013, 10:00 Uhr | Sebastian Weber / jr

Google stellt Neuerungen für Google+ vor. Am Dienstag stellte Google einige Neuerungen für Google+ vor, die meisten betrafen Fotofunktionen. (Quelle: dpa)

Am Dienstag stellte Google einige Neuerungen für Google+ vor, die meisten betrafen Fotofunktionen. (Quelle: dpa)

Google hat am Dienstagabend überraschend ein Event in San Francisco abgehalten. Doch weder das neue Smartphone Nexus 5 noch das Update für sein Mobil-Betriebssystem Android mit dem Codenamen Kitkat stellte Google dabei vor. Stattdessen präsentierte der Konzern lediglich Neuerungen für sein soziales Netzwerk Google+. Die dürften vor allem für Hobby-Fotografen interessant sein.

Laut Google nutzen 540 Millionen Nutzer monatlich das soziale Netzwerk Google+, womit es nicht ganz mit Konkurrent Facebook (819 Millionen Nutzer) mithalten kann. Doch diese Menge an Menschen lädt pro Woche 1,5 Milliarden Fotos auf die Server des Konzerns hoch. Diese Funktion sowie den Umgang mit Videoinhalten möchte der Konzern für seine Kunden künftig komfortabler gestalten.

Den Fokus legt Google dabei auf drei automatische Effekte. Der "Action"-Effekt hält eine schnelle Bewegung in einem Bild fest, benötigt dafür aber mehrere Einzelbilder. Das gilt auch für den "Radiergummi", der anhand von mehreren Schnappschüssen störende Objekte wie Passanten aus Urlaubsfotos retuschieren kann.

Filme einfach erstellen

Der dritte Automatismus nennt sich "Film" und erstellt aus Foto- und Videoaufnahmen einen Film, der komplett mit Effekten, Blenden und Musik versehen wird. Dieser lässt sich direkt über Google+ teilen oder aber nach eigenen Wünschen nachbessern.

Die automatischen Effekte sollen im Laufe dieser Woche freigeschalten werden und sind auf bestimmten Geräten mit der Betriebssystem-Version Android 4.3 verfügbar - welche im Detail, das verrät Google nicht.

Google+ nimmt dem Nutzer Arbeit ab

Außerdem optimiert Google+ generell Bilder ab sofort automatisch, der Nutzer kann jedoch den Umfang der Optimierung festlegen oder einzelne Fotos beziehungsweise Alben ausschließen, falls diese zuvor schon bearbeitet wurden.

Auch die App Snapseed, die für iOS und Android verfügbar ist, bekommt einen neuen Effekt spendiert, genau wie die für professionelle Anwender gedachte Filter-Sammlung Nik Collection.

Archivieren und suchen

iOS-Nutzer haben ab sofort außerdem die Möglichkeit, Bilder, die mit iPhone oder iPad aufgenommen wurden, direkt auf Google+ in voller Auflösung zu sichern. Später lässt sich festlegen, welche der Bilder geteilt werden sollen.

Die Suche nach Bildern, die auf Google+ hinterlegt wurden, soll künftig außerdem schneller funktionieren. Ein Algorithmus erkennt inzwischen bis zu 1000 Objekte auf Fotos vom Sonnenuntergang bis hin zu Hund oder Schneemann, sodass sich die Schnappschüsse nach gängigen Begriffen filtern lassen.

Verbesserte Video-Telefonie mit Hangouts

Abseits des Foto-Fokus bessert Google auch bei den Hangouts nach, über die zum Beispiel Video-Telefonie möglich ist. Google+ soll dabei die Lichtverhältnisse erkennen und das Bild selbstständig optimieren können. Außerdem unterstützen die Hangouts nun den Vollbildmodus.

Für Android-Nutzer interessant: Google erweitert die Hangouts um eine Standortfreigabe und eine SMS-Funktion, sodass kein Wechsel zwischen verschiedenen Anwendungen mehr nötig ist, um Nachrichten zu verschicken. All diese Neuerungen sollen in wenigen Tagen zur Verfügung stehen.

Eine eigene Adresse hat ihren Preis

Zeitgleich mit der Präsentation weitete Google außerdem die Möglichkeit aus, dass sich Nutzer von Google+ eine individuelle Adresse innerhalb des sozialen Netzwerks zuweisen lassen können.

Dafür müssen allerdings drei Voraussetzungen erfüllt sein: Der jeweilige Nutzer muss ein Profilbild von sich hinterlegt haben, sein Konto muss mindestens 30 Tage alt sein, und 10 andere Nutzer müssen seinem Profil folgen. Außerdem verlangt Google während der Registrierung der Adresse eine Authentifizierung des Benutzerkontos, für die man eine Mobilfunknummer hinterlegen muss, was aufgrund der NSA-Affäre einen schalen Nachgeschmack hat.

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