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Redtube-Abmahnungen: IP-Adressen seien korrekt erfasst worden

Redtube-Abmahnungen  

Rechteinhaber: "IP-Adressen sind korrekt erfasst worden"

23.12.2013, 12:40 Uhr | t-online.de

Redtube-Abmahnungen: IP-Adressen seien korrekt erfasst worden. Screenshot Redtube (Quelle: Screenshot t-online.de)

Bei den abgemahnten Nutzern des Streaming-Dienstes Redtube ist Thomas Urmann nicht sehr beliebt. (Quelle: Screenshot t-online.de)

Seit Beginn der Porno-Abmahnwelle ist unklar, wie die IP-Adressen der Redtube-Nutzer ermittelt worden sind, die wegen angeblich illegalem Porno-Streaming abgemahnt wurden. Die bisherigen Erklärungen der Anwälte sind zweifelhaft, weshalb bereits mehrere Anzeigen gegen die Anwälte sowie die Ermittler der IP-Adressen gestellt wurden. Nun hat sich der Rechteinhaber The Archive AG dazu geäußert.

Nach wie vor ist nicht bekannt, wie die Abmahner an die IP-Adressen der Nutzer gekommen sind. Das Unternehmen ITGuards soll dem Landgericht Köln IP-Adressen übergeben haben, die mit der Software GladII 1.1.3 ermittelt wurden. Diese Software ist jedoch nur für das Ausspähen von Tauschbörsen-Nutzern geeignet, aber nicht für Streaming-Portale. Nicht zuletzt deshalb gab es vergangene Woche Berichte, dass Redtube-Nutzer gezielt in eine Falle gelockt worden sein könnten.

Laut dem Branchendienst heise online hat sich nun Ralf Reichert zu den Vorwürfen geäußert. Reichert ist Verwaltungsrat bei The Archive AG, der Schweizer Firma, deren Rechte bei den Abmahnungen vertreten werden. In einer Mitteilung stellte Reichert fest, dass es zu einer Vielzahl von falschen Spekulationen über eine möglicherweise sogar unrechtmäßige Datenerhebung gekommen sei. Diesen Vorwürfen träte er entschieden entgegen.

Gutachten bleibt unter Verschluss

Die Software GladII 1.1.3 basiere "auf üblichen Internet-Technologien", zitiert ihn heise online. Verdeckte Malware wie Viren und Trojaner seien nicht zur Erhebung genutzt worden. Der Einsatz der Software lasse "keine rechtlichen Bedenken zu". IP-Adressen, Links und Zugriffszeiten seien korrekt erfasst worden, Vertipper-Domains könnten ausgeschlossen werden.

Vertipper-Domains waren in den Browser-Historien vieler abgemahnter Nutzer aufgetaucht. Die Betroffenen waren dabei durch eine automatische Weiterleitung zu den Adressen geschickt worden, was Spekulationen über eine gezielte Falle anregte.

Erklärungen teils kurios

Diese Spekulationen konnte Reichert aber nicht entkräften – eine nachprüfbare Aufklärung bot er nicht an. Die abmahnende Kanzlei U+C hatte letzte Woche erklärt, dass es ein Gutachten gäbe, welches die rechtliche Unbedenklichkeit der Ermittlungssoftware bestätige. Dieses Gutachten wurde durch die Kanzlei Diehl & Partner erstellt, ist jedoch nach wie vor nicht einsehbar.

Auch der dubiose Anstieg der Zugriffszahlen auf zwei der abgemahnten Videos habe laut Reichert übrigens eine einfache Erklärung: Wegen des Einsatzes einer Monitoring-Software zur Feststellung der Verfügbarkeit der Medien-Dateien sei es zu einem Anstieg der Aufrufe auf den Portalseiten gekommen, so die kuriose Aussage.

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