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Kölner Kanzlei stellt Strafanzeige gegen Redtube-Hintermänner

Porno-Abmahnungen  

Kölner Kanzlei stellt Strafanzeige gegen Redtube-Hintermänner

17.01.2014, 11:57 Uhr | t-online.de

Kölner Kanzlei stellt Strafanzeige gegen Redtube-Hintermänner. Nutzer am Notebook mit Pornoseite. (Quelle: imago images/Jochen Tack)

Die Kölner Kanzlei Wilde Beuger Solmecke hat gegen alle Beteiligten an den Redtube-Abmahnungen Strafanzeige gestellt. (Quelle: Jochen Tack/imago images)

Die Kölner Kanzlei Wilde Beuger Solmecke, die etliche Opfer der Redtube-Abmahnwelle vertritt, hat Mitte Januar Strafanzeige bei der Staatanwaltschaft Köln gegen die beteiligten Hintermänner der Abmahnungen eingereicht. Im Raum stehen dabei unter anderem Vorwürfe des Betrugs, der Nötigung sowie der falschen eidesstattlichen Versicherung.

Die schwersten Vorwürfe erheben die Anwälte gegen die Schweizer Firma The Archive AG, die angeblich die Rechte an den abgemahnten Sex-Filmen hält und die Kanzlei Urmann + Collegen (U+C). Diese mahnte im Auftrag von The Archive AG schätzungsweise zehntausende Internetnutzer ab.

Die Kölner Rechtsanwälte werfen den beiden Akteuren besonders schwere Fälle des Betruges vor, da sie gewusst hätten, dass keine Urheberrechtsverletzungen vorlägen. U+C werden zudem der Nötigung bezichtigt, da sie die Abgemahnten unrechtmäßig unter Druck gesetzt hätten.

Fragwürdige Ausspäh-Software

Ebenso unter Beschuss steht die Firma itGuards Inc., die angeblich für die Ermittlung der IP-Adressen verantwortlich war. Nach Ansicht von Wilde Beuger Solmecke sei es nicht möglich, die Verbindung zwischen Streaming-Nutzer und Streaming-Plattform von außen zu überwachen, ohne dabei gegen das Gesetz zu verstoßen.

Dies hatte itGuards Inc. jedoch in einem Gutachten dem Landgericht Köln eidesstattlich versichert. Die Rechtsanwälte konnten die Anzeige wegen falscher eidesstattlicher Versicherung allerdings nur gegen Unbekannt stellen.

Bisher ist unklar, wer hinter itGuards Inc. steht. Zudem scheint es die Firma inzwischen nicht mehr zu geben.

Gefälschte Redtube-Seite lockt in Falle

Gegen die Betreiber von retdube.net reichte die Kölner Kanzlei ebenfalls eine Anzeige gegen Unbekannt ein. Laut Wilde Beuger Solmecke sei zwar unklar, wer die Internetadresse registriert habe, über die gefälschte Redtube-Seite wurden aber angeblich IP-Adressen ausspioniert. Den Klägern zufolge lotsten die Betreiber später abgemahnte Internetnutzer über Spam-Mails und manipulierte Links auf retdube.net.

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