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Facebook wird 10 – und allmählich uncool

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Facebook wird 10 – und allmählich uncool

04.02.2014, 10:13 Uhr | t-online.de, dpa

Facebook wird 10 – und allmählich uncool. Facebook-Gründer Mark Zuckerberg (Quelle: imago/Rüdiger Wölk)

Am 4. Februar 2004 ging Facebook online. (Quelle: Rüdiger Wölk/imago)

Nur wenige Internetfirmen haben unser Leben in den letzten Jahren so nachhaltig geprägt wie Facebook. Etwa jeder zweite Internetnutzer auf der Welt teilt seine Erlebnisse in dem sozialen Netzwerk mit Freunden. Zum zehnten Geburtstag kommen aber vor allem die älteren Nutzer – bei den über 55-Jährigen gibt es die höchsten Zuwachsraten. Dafür wenden sich junge Menschen verstärkt ab. Facebook wird zunehmend uncool.

Im Jahr 2004 wählen die Amerikaner George W. Bush ein zweites Mal zu ihrem Präsidenten. Palästinenserführer Jassir Arafat stirbt. Der aufstrebende Suchmaschinenbetreiber Google geht an die Börse.

Und ein junger Mann namens Mark Zuckerberg entwickelt zusammen mit Freunden in seiner Studentenbude eine Internetseite, über die sich seine Kommilitonen an der US-Eliteuni Harvard vernetzten können. Es wird schnell ein weltweites Netzwerk daraus. Facebook feiert am Dienstag seinen zehnten Geburtstag.

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Eine unglaubliche Reise

"Es war eine unglaubliche Reise, für mich persönlich und für alle im Unternehmen", sagte Zuckerberg jüngst bei der Präsentation der Geschäftszahlen für das vergangene Jahr. 1,23 Milliarden Nutzer, 757 Millionen davon täglich, 7,9 Milliarden Dollar Umsatz aus Werbung und Online-Spielen und 1,5 Milliarden Dollar Gewinn.

Facebook hat längst die Internet-Urgesteine Yahoo und AOL abgehängt. Geplant war das alles zunächst nicht, wie Zuckerberg vor wenigen Tagen dem Publikum auf einer Konferenz erzählte.

Ursprünglich nur für die Uni gebaut

Nachdem die erste Version von "theFacebook" für seine Harvard-Kommilitonen fertig gewesen sei, habe er zu seinen Freunden gesagt: "Okay, das ist klasse, dass es jetzt dieses Instrument und diese Gemeinschaft an unserer Uni gibt. Keine Frage, eines Tages wird das jemand für die Welt bauen. Es kam mir überhaupt nicht in den Sinn, dass wir das sein könnten."

An dieser Aufgabe hatten sich etliche Internet-Unternehmen versucht: Einige Monate vor Facebook war MySpace in den USA online gegangen und wurde schnell zum größten Treffpunkt für junge Leute im Internet. In Deutschland erlebten StudiVZ (mit Facebook-Code gebaut) und sein Ableger SchülerVZ einen Ansturm. Doch Facebook breitete sich zunächst über die US-Eliteunis immer weiter aus und zog schließlich an allen Rivalen vorbei.

Selbst Google war machtlos

Auch in Deutschland ist der Dienst mit Abstand die Nummer eins, obwohl die heimischen Wettbewerber deutlich strengere Datenschutzbestimmungen boten als das US-Unternehmen. Weltweit konnte nicht einmal der schwerreiche Suchmaschinen-Betreiber Google mit seinem sozialen Netzwerk Google+ etwas gegen den Siegeszug ausrichten. Facebook knackte 2012 die Marke von einer Milliarde Nutzern, mittlerweile sind 1,2 Milliarden Menschen dort angemeldet.

Die werden vor allem immer älter: Bei den über 55-Jährigen kommt Facebook auf eine Zuwachsrate von 80 Prozent. Fast die Hälfte der Nutzer ist mittlerweile 35 Jahre und älter. Bei Erwachsenen ist Facebook also erfolgreich wie nie, 63 Prozent von ihnen besuchen das soziale Netzwerk täglich, 40 Prozent mehrmals am Tag.

Rückgang bei Teenagern

Junge Nutzer hingegen melden sich immer häufiger von Facebook ab. Das Marktforschungsunternehmen iStrategyLabs hat erhoben, dass sich vor allem 13- bis 17-Jährige aus dem Netzwerk verabschieden, ein Viertel von ihnen ist in den letzten drei Jahren auf andere Dienste wie die Foto-App  Snapchat, Twitter, WhatsApp oder Tumblr umgestiegen.

Eine nachvollziehbare Entwicklung, denn welcher Teenager will schon dort sein, wo sich die Eltern tummeln. Stattdessen nutzen sie Facebook nun eher als digitale Visitenkarte, bereinigt von allzu persönlichen Einträgen, die später im Leben vielleicht unerwünscht sein werden.

Gefällt mit-Klicks als Messwert

Bislang hat diese Entwicklung Facebook jedoch nicht nachhaltig geschadet. Alleine von Oktober bis Dezember vergangenen Jahres kamen 39 Millionen Nutzer hinzu. "Wenn man sich die Größe unserer Gemeinschaft anschaut, bin ich sehr begeistert über die Geschwindigkeit des Wachstums", sagte Zuckerberg. "Die Leute beteiligen sich auch mehr."

Woran der Firmengründer das abliest? An der Zahl der "Gefällt mir"-Klicks oder "Likes", wie es in der englischen Facebook-Version heißt. An einem normalen Tag im Dezember seien es mehr als 6 Milliarden gewesen nach 3,8 Milliarden ein Jahr zuvor.

Facebook landete auch fette Flops

Dabei musste das Netzwerk durchaus Tiefschläge einstecken: Die mit viel Tamtam vorgestellte Interessensuche "Graph Search" trifft nicht immer ins Schwarze. Die Benutzeroberfläche Facebook Home für Android-Smartphones floppte völlig und die Foto-App Poke mit von alleine verschwindenden Bildern dümpelt vor sich hin.

Und dann war da noch der Börsengang, der zunächst zum Fiasko geriet, weil der Kurs wieder erwarten nicht sofort zum Steigflug ansetze. "Wir haben kräftig Schläge eingesteckt", sagte Zuckerberg.

Facebook will jeden vernetzen

Seinen Enthusiasmus haben diese Stolpersteine aber nicht gebremst. Zuckerbergs unbescheidenes Ziel lautet: "Jeden vernetzen und durch Teilen die Welt verbessern." Heutzutage habe erst ein Drittel der Weltbevölkerung überhaupt Zugang zum Internet.

"Wenn die Leute erst einmal vernetzt sind, haben sie Zugang zu Dingen wie grundlegenden Finanzdienstleistungen, Gesundheitsinformationen und Bildung." Was Zuckerberg nicht sagt: Die Leute können sich dann auch bei Facebook anmelden.

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