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eBay-Betrug: 29-jähriger Deutscher muss ins Gefängnis

Käufer betrogen  

eBay-Abzocke: 29-Jähriger Deutscher muss lange ins Gefängnis

25.07.2014, 16:37 Uhr | t-online.de, dpa

eBay-Betrug: 29-jähriger Deutscher muss ins Gefängnis. Ein Mann sitzt vor einem Bildschirm mit der eBay-Startseite. (Quelle: dpa/Archivbild)

Ein Mann aus Marburg wurde wegen eBay-Betrugs verurteilt. (Quelle: Archivbild/dpa)

Ein 29-jähriger Deutscher muss wegen tausendfachen Betrugs an eBay-Käufern aus Deutschland, Österreich und der Schweiz jahrelang ins Gefängnis. Das Landgericht Marburg sprach den Angeklagten schuldig, in über 1100 Fällen rund 330.000 Euro ergaunert zu haben und verurteilte ihn zu sechs Jahren und elf Monaten Gefängnis.

Der gebürtige Marburger hatte nach Auffassung der Richter zwischen 2006 und 2011 von Paraguay aus fiktive Waren selbst oder mit Hilfe von "Verkaufs- und Finanzagenten" versteigert. Ganz real waren dagegen die insgesamt rund 300.000 Euro, um die der Angeklagte Hunderte Kunden aus ganz Deutschland, Österreich und der Schweiz gebracht hatte.

Von Südamerika aus, wohin er 2005 aus Mittelhessen geflohen war, steuerte der 29-Jährige die Betrugsmasche. Daran beteiligt war unter anderem seine Ex-Frau, die dafür bereits verurteilt wurde. Als Motiv für seine Taten nannte er Geldsorgen. "Da saßen wir in Südamerika, ohne Geld, ohne Perspektive, ohne alles."

Netz von Helfern und Tarnfirmen

Die gutgläubigen und ahnungslosen "Agenten" stammten aus ganz Deutschland. Der Angeklagte warb sie über ein Netz von Tarnfirmen an. Dafür schaltete er Stellenanzeigen für fingierte 400-Euro-Jobs. Die Angeworbenen boten über das Internet-Auktionshauses eBay die erfundenen Waren an. Weitere "Finanzagenten" stellten ihre Konten zur Verfügung und schickten das so eingenommene Geld nach Paraguay.

Auch gegen die "Agenten" wurde ermittelt. "Sie sind Täter und Opfer zugleich", sagte der Staatsanwalt während des Prozesses. Insbesondere die "Finanzagenten" hätten sich der "leichtfertigen Geldwäsche strafbar gemacht, weil sie sich nicht ausreichend Gedanken gemacht haben".

Angeklagter wurde international gesucht

Nach dem Angeklagten war mit einem internationalen Haftbefehl gefahndet worden. 2012 kam er in Haft, wurde aber erst in diesem Jahr an Deutschland ausgeliefert.

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