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Boerse.bz: Groß-Razzia bei deutschen Filesharern

Boerse.bz  

Groß-Razzia bei deutschen Filesharern

04.11.2014, 19:58 Uhr | t-online.de, dpa

Boerse.bz: Groß-Razzia bei deutschen Filesharern. Angeschaltetes Blaulicht auf einem Polizeifahrzeug (Quelle: imago images)

In 14 Bundesländern durchsuchte die Polizei insgesamt 121 Wohnungen mutmaßlicher Filesharer. (Quelle: imago images)

Mehr als 400 Polizeibeamte haben nach Angaben der Staatsanwaltschaft Köln bundesweit insgesamt 121 Wohnungen von mutmaßlichen Filesharern durchsucht. Den Betroffenen wird vorgeworfen, über das Online-Forum Boerse.bz illegale Kopien von Kinofilmen, Computerspielen und Windows-Software verbreitet zu haben. Mit den illegalen Downloads verdienten die Filesharer angeblich mehrere Tausend Euro im Monat.

Bei Ermittlungen gegen die mutmaßlichen Betreiber der Online-Tauschbörse Boerse.bz habe es laut der Staatsanwaltschaft Hausdurchsuchungen in 14 Bundesländern gegeben. Die Beamten beschlagnahmten dabei eine Vielzahl von Beweismitteln wie Computern, Festplatten, CDs und DVDs, heißt es in einer Pressemitteilung. Es sei jedoch niemand festgenommen worden.

Auf Umwegen zum Blockbuster

Die Razzia gegen die deutsche Filesharing-Szene erfolgte auf Strafanzeige der Gesellschaft zur Verfolgung von Urheberrechtsverletzungen (GVU). Das Internet-Forum Boerse.bz bietet keine direkten Downloads von Filmen, Musik und Software an, erklärte ein Sprecher der Staatsanwaltschaft Köln der Nachrichtenagentur "dpa". Stattdessen veröffentlichen die Nutzer Links zu Dateien, die sie zuvor auf unterschiedlichen Online-Speichern – sogenannten Filehostern – zur Verfügung stellten.

Nutzer von Boerse.bz kassieren Provision

Wer die Dateien herunterladen möchte, kann kostenpflichtige Abos abschließen, um Filme oder Spiele schneller herunterladen zu können. "Den Betreibern oder Verantwortlichen von Boerse.bz wird vorgeworfen, dass sie eine Provision von diesen Filehostern erhalten haben", sagte der Sprecher der Staatsanwaltschaft. Auch Nutzer, die besonders viele urheberrechtlich geschützte Inhalte hochgeladen hätten, sollen eine Provision bekommen haben.

Die Webseite ist mittlerweile offenbar umgezogen und wieder online. Nach Angaben der GVU sollen dort mehr als 100.000 geschützte Werke illegal zugänglich gemacht worden sein. Die deutsche Filesharer-Szene habe laut der Staatsanwaltschaft Köln etwa 2,7 Millionen aktive Nutzer.

GVU nimmt weitere Portale ins Visier

Die GVU geht derzeit gegen mehrere Internetportale vor, die vor allem auf illegale Filmkopien verlinken. So stellte der Verein etwa Strafanzeigen gegen die Betreiber der beliebten Streaming-Plattform Kinox.to. Bisher gelang es den Behörden jedoch nicht die Seite vom Netz zu nehmen. Nach den mutmaßlichen Hintermännern von Kinox.to wird derzeit gefahndet. Auch gegen die Portale Bitshare, Freakshare, Mygulli und Boerse.sx will die GVU vorgehen.

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