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Riesen-Mail verstopft Münchens Posteingang

Immer wieder Ärger mit der IT  

Riesen-Mail verstopft Münchens Posteingang

10.12.2014, 16:51 Uhr | dpa

Riesen-Mail verstopft Münchens Posteingang. Rathaus München (Quelle: imago images/All Canada Photos)

Die Stadt München hat immer wieder Ärger mit der IT. (Quelle: All Canada Photos/imago images)

Münchens Oberbürgermeister ist stinksauer. Tagelang konnte die Stadtverwaltung keine E-Mails empfangen. Der Grund für den Ausfall war angeblich eine einzige E-Mail.

Von Freitag bis Montag konnte die Stadtverwaltung keine E-Mails empfangen. Eine zu große E-Mail soll den Mail-Server der Millionenstadt blockiert haben. Ein Stadtsprecher bestätigte am Mittwoch einen entsprechenden Bericht der Münchner "Abendzeitung", betonte aber: "Keine Mail ist verloren gegangen."

Die Panne mit der Riesen-Mail ließ dennoch eine alte Debatte über die IT-Infrastruktur der Landeshauptstadt neu auflodern.

Münchens IT-System unter Beobachtung

"Dass der Mailserver der Stadt München tagelang nicht erreichbar ist, kann ich nicht akzeptieren", sagte Oberbürgermeister Dieter Reiter (SPD) der "AZ". "Da muss es technische Möglichkeiten geben, das zu verhindern."

Die Panne sei zwar auf ein Server-Problem zurückzuführen, sagte der Stadtsprecher. Aber auch die Software auf den Personal Computern steht unter Beobachtung. Vor zehn Jahren hatte die Stadt München die Umstellung der Rathaus-Computer auf das freie Betriebssystem Linux – in der Stadt LiMux genannt – beschlossen. München war damit die erste Großstadt, die gegen Microsoft rebellierte und mit viel Aufwand mehr als 10.000 Computer umrüstete.

Linux macht München nicht glücklich

Die Stadt will ihr IT-System von einem externen Gutachter überprüfen lassen, wie die "AZ" berichtet. Außerdem sollen die städtischen Mitarbeiter zu ihren Erfahrungen mit dem Betriebssystem befragt werden. Die Umfrage sollte am Mittwochabend im Stadtrat beschlossen werden. Sollte dabei herauskommen, dass die Mehrheit der Angestellten weiter mit Linux arbeiten will, "soll mir das recht sein", sagte Reiter der Zeitung.

Bereits vor einigen Monaten hatte der zweite Bürgermeister Josef Schmid (CSU) eine Rückkehr zu Microsoft nicht ausgeschlossen. In den vergangenen Jahren habe es immer wieder Beschwerden von unzufriedenen Nutzern gegeben. "Egal, in welches Referat ich komme, überall kriege ich bestätigt, dass die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter darunter leiden. Das müssen wir ändern", hatte Schmid der "Süddeutschen Zeitung" gesagt.

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