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Facebook-Profile vererben: Nachlassverwaltung im Todesfall

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Digitale Gedenkstätte  

Facebook-Profile lassen sich vererben

13.02.2015, 13:36 Uhr | t-online.de, AP, dpa

Facebook-Profile vererben: Nachlassverwaltung im Todesfall. Gedächtnisseite für eine verstorbene Facebook-Nutzerin (Quelle: Facebook)

"Erbschafts-Kontakte" dürfen die Profile von verstorbenen Facebook-Mitgliedern pflegen. (Quelle: Facebook)

Was geschieht mit dem Profil, wenn ein Facebook-Nutzer stirbt? Bisher konnten Angehörige die Facebook-Seite der Verstorbenen entweder löschen oder in eine Gedächtnisseite umwandeln lassen, auf der jedoch nichts verändert werden konnte. Nun gesteht das soziale Netzwerk seinen Mitgliedern mehr Freiheiten im Todesfall ein. Facebook-Nutzer können erstmals einen Erben ernennen – zunächst jedoch nur in den USA.

US-Nutzer können ab sofort einen Nachlassverwalter für ihr Facebook-Profil ernennen. Stirbt eine Person, kann der Nachlassverwalter den Tod auf der Facebook-Seite bekannt geben, aber auch neue Freundschaftsanfragen beantworten, Bilder posten und das Profilbild ändern. Der "Erbschafts-Kontakt" kann mit vorheriger Erlaubnis auch frühere Bilder und Einträge herunterladen.

Die privaten Nachrichten könnten dabei nicht eingesehen werden, betonte Facebook. Auch die Privatsphäre-Einstellungen lassen sich nicht ändern.

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Gedenkstätten auf Facebook

Alternativ können Nutzer verfügen, dass ihr Facebook-Konto im Todesfall gelöscht wird. Bisher wurden Facebook-Konten nach dem Tod eines Mitglieds eingefroren oder auf Wunsch der Angehörigen gelöscht, sodass sich niemand mehr einloggen kann. Dafür hat Facebook in der Vergangenheit wiederholt Kritik von Hinterbliebenen erhalten, die stattdessen gern so etwas wie eine dynamische Gedenkstätte im Netz einrichten wollten. 

Verstörende Freundschaftsanfragen

Auch verspricht Facebook mehr Pietät im Web. Die Verstorbenen sollen künftig nicht mehr bei den elektronisch erzeugten Vorschlägen für neue Freundschaften auftauchen, um trauernde Angehörige nicht zu verstören. Die optionalen "Erbschafts-Kontakte" sollen in weiteren Ländern eingeführt werden. Das Unternehmen machte dazu jedoch noch keine genaueren Angaben.

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