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Youtube als Gelddruckmaschine

Milliardengeschäft  

Youtube als Gelddruckmaschine

13.02.2015, 14:44 Uhr | dpa

Youtube als Gelddruckmaschine. Auge mit Youtube-Logo (Quelle: imago images/Schöning)

Mit Youtube wird viel Geld verdient. (Quelle: Schöning/imago images)

Als Chad Hurley und Steve Chen vor zehn Jahren Youtube gründeten, hätten beide wohl nicht geahnt, dass die Videoplattform mittlerweile ein Milliardengeschäft ist. Google gab 2006 umgerechnet 1,46 Milliarden Euro für den Kauf von Youtube aus. Die Ausgabe hat sich rentiert, und nicht nur Google verdient mit Youtube Geld.

Der Internetkonzern kaufte Youtube im Oktober 2006, gerade einmal 19 Monate nach der Gründung der Videoseite. Der Preis von 1,65 Milliarden Dollar war damals der teuerste Zukauf in der Firmengeschichte, der sich aber rentiert haben dürfte. Wie viel Google mit Youtube verdient, gibt das Unternehmen allerdings nicht gesondert an. Die Marktforschungsfirma eMarketer schätzt, dass Youtube im vergangenen Jahr 1,13 Milliarden Dollar Umsatz mit Werbung gemacht habe, die in Youtube-Videos eingeblendet wird.

Youtube-Stars machen Kasse

Youtube ist eine der meistgenutzten Webseiten unter Jugendlichen, beliebte Videomacher können dort hunderttausende Fans sammeln. Wer so eine große Gefolgschaft hat, kann mit Werbung auf den eigenen Videos und in Zusammenarbeit mit Unternehmen Geld verdienen. Besonders bekannte Youtuber wagen den Sprung in andere Bereiche: Die deutschen Slimani-Geschwister haben ein Buch und eine Modereihe herausgebracht, auch andere Youtuber sind mit Büchern auf dem Markt vertreten.

Vermarktungsnetzwerke in der Kritik

Die Netzwerke sind quasi die Plattenfirmen der Youtube-Welt. Sie fördern Talente und sorgen für die Vermarktung von Anzeigen. Dafür verdienen sie an den Werbeeinnahmen mit. Allerdings knirscht es hier: Mehrere bekannte deutsche Youtuber verließen jüngst das große deutsche Netzwerk Mediakraft. Sie beklagten Kommerzialisierung und mangelnde Unterstützung. Kurz danach ging auch Mediakraft-Mitgründer Christoph Krachten von Bord.

"Da passieren viele Umbrüche", sagte Nilam Farooq alias "Daaruum", eine der beliebtesten deutschen Youtube-Künstlerinnen. Auch sie ist bei Mediakraft und froh, dass jemand sich um technische Details und Werbung kümmert. Doch Farooq sagt auch: "Inwiefern das große Youtuber brauchen, ist eine andere Frage. Das wird sich jetzt noch klären."

Unternehmen nutzen Youtube zur Vermarktung

Längst haben Unternehmen entdeckt, dass sie über Youtube ihre Produkte vermarkten können. Denn hier gucken Menschen freiwillig Werbung. Unter den zehn meistgeklickten Videos 2014 finden sich gleich drei Werbespots. Allein ein Nike-Video wurde mehr als 100 Millionen Mal angesehen. Viele Firmen versuchen, witzige oder unterhaltsame Videos zu drehen, die die Nutzer von selbst weiterverbreiten. Außerdem geben sie Geld für Werbeeinblendungen vor und während der Videos aus.

Ein Hindernis bei der Werbevermarktung ist, dass Youtube-Videos oft ausgefallen sind und die Qualität sehr unterschiedlich ist. Youtube hat daher ein Auswahlprogramm entwickelt. Damit können Werbekunden festlegen, dass ihre Videoanzeigen nur bei den beliebtesten Videos in bestimmten Kategorien auftauchen.

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