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Facebook-Appell der Polizei Hagen geht durch die Decke

Eindringliche Warnung  

Facebook-Posting der Hagener Polizei rüttelt auf

16.10.2015, 11:50 Uhr | t-online.de

Facebook-Appell der Polizei Hagen geht durch die Decke. Die Polizei in Hagen findet deutliche Worte und dieser Beitrag wurde bereits fast 139.000 mal geteilt. (Quelle: Polizei Hagen)

Die Polizei in Hagen findet deutliche Worte und dieser Beitrag wurde bereits fast 139.000 mal geteilt. (Quelle: Polizei Hagen)

Viele Eltern posten Bilder ihrer Kinder auf Facebook und machen diese damit einer breiten Öffentlichkeit zugänglich. Vor den Folgen warnt die Polizei in Hagen jetzt mit einer Facebook-Aktion.

"Hören Sie bitte auf, Fotos Ihrer Kinder für jedermann sichtbar bei Facebook und Co zu posten. Danke!", so lautet die eindringliche Botschaft der Polizei Hagen, die die Beamten zusammen mit einem Bild am Dienstag auf der behördeneigenen Facebookseite veröffentlichten.

Das provokante Posting wirkt

Das Thema bewegt viele Nutzer auf Facebook: Innerhalb nur eines Tages erreichte die Botschaft bisher mehr als sieben Millionen Menschen auf dem sozialen Netzwerk, mit deutlich steigender Tendenz. Bei den über 2400 Kommentaren stimmten viele Facebook-Nutzer der Hagener Polizei zu: "Super Beitrag und ein Warnschuss, um manchen nochmals die Augen zu öffnen!" kommentierte eine Nutzerin.

Das Posting, welches bewusst provokant formuliert ist, haben bis Mittwochabend bereits knapp 140.000 Menschen geteilt und es hat einen sehr ernsten Hintergrund. Vom Erfolg sind die Polizisten dennoch nicht überrascht: "Dass es erfolgreich wird, das haben wir uns gedacht. Dass es so durchschlagen könnte, hatten wir dagegen nicht erwartet", sagte Hagens Social-Media-Kommissar Tino Schäfer am Donnerstag. Hinter dem Erfolg steckt auch eine Taktik, verrät er: "Wir nutzen Facebook, um Emotionen zu treffen und Botschaften zu platzieren, deshalb sind unsere Appelle auch provokativ - egal ob's um Winterreifen geht oder Kinderfotos."

Bilderflut ohne nachzudenken gepostet

Viele Eltern posten unbedarft Bilder ihrer Kinder in sozialen Netzwerken im Internet. Zumeist werden diese auch nicht nur mit den "Freunden" geteilt, sondern öffentlich und für alle sichtbar. Jeder, der die Fotos betrachten kann, kann diese auch auf seinem Computer speichern und weiter veröffentlichen. Was Eltern heute noch "süß" finden, kann für das Kind in einigen Jahren sehr peinlich werden.

Bilder können von Pädophilen missbraucht werden

Insbesondere dann, wenn es damit von Schulkameraden gemobt wird. Das nackt am Strand spielende Kind von heute muss sich vielleicht morgen schon gegen andere behaupten. Noch schlimmer ist es, wenn pädophil veranlagte Menschen sich solcher Fotos bedienen und sie für ihre Zwecke nutzen und beispielsweise an anderer Stelle veröffentlichen.

Hören Sie bitte auf, Fotos Ihrer Kinder für jedermann sichtbar bei Facebook und Co zu posten! - Auch Ihre Kinder haben...

Posted by Polizei NRW Hagen on Dienstag, 13. Oktober 2015

Die Polizei Hagen rät eindringlich dazu, Bilder von den eigenen Kindern nicht in sozialen Netzwerken im Internet zu veröffentlichen. Mindestens sollten die Privatsphäre-Einstellungen entsprechend angepasst werden, damit nur Freunde Bilder sehen können und diese nicht öffentlich auf Facebook sichtbar sind.

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