Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Internet >

QAnon-Bewegung: Verschwörungsanhänger – Twitter löscht tausende Accounts

Verschwörungsanhänger  

Twitter löscht Tausende QAnon-Accounts dauerhaft

22.07.2020, 08:57 Uhr | jnm, t-online

QAnon-Bewegung: Verschwörungsanhänger – Twitter löscht tausende Accounts. Montage aus Bildern zu Verschwörungstheorien: Twitter löscht Konten von QAnon-Anhängern (Quelle: imago images/Christian Ohde)

Montage aus Bildern zu Verschwörungstheorien: Twitter löscht Konten von QAnon-Anhängern (Quelle: Christian Ohde/imago images)

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat Tausende Accounts von Anhängern der Verschwörungstheorien um QAnon gelöscht. Gegen weitere 150.000 Nutzer-Konten seien Maßnahmen geplant. Andere Anbieter wollen dem Beispiel folgen.

Der Kurznachrichtendienst Twitter hat angekündigt, gegen Inhalte der Anhänger der sogenannten QAnon-Bewegung vorzugehen. Die Inhalte hätten "das Potenzial offline zu schaden zu führen" und verletzten die Twitter-Regeln, begründete der Dienst seine Entscheidung.

Außerdem werde man in diesem Zusammenhang Twitter-Trends blockieren, sodass sie nicht in den meistgesuchten Themen auftauchen. Auch sollen sich solche Themen auf der Plattform dann nicht mehr von Nutzern suchen lassen. Ebenfalls wolle Twitter verhindern, dass Links, die mit den QAnon-Theorien im Zusammenhang stehen, von anderen Nutzern gepostet werden können.

Damit ist Twitter das erste große soziale Netzwerk, das entschiedene Maßnahmen gegen die QAnon-Bewegung einleitet. Nach Informationen der "New York Times" plane Facebook allerdings ähnliche Schritte, wie zwei anonyme Facebook-Quellen der Zeitung bestätigten. Offenbar habe man sich mit Twitter und weiteren sozialen Netzwerken über Maßnahmen gegen QAnon-Inhalte verständigt. Offiziell hat Facebook das Thema bislang aber nicht kommentiert.

Bereits rund 7.000 Accounts gelöscht

Eine Twitter-Sprecherin erläuterte der "New York Times", dass man in den vergangenen Wochen 7.000 Accounts entfernt habe, die QAnon-Inhalte gepostet hätten. Die betroffenen Nutzer seien zunehmend aktiv und in koordinierte Drohkampagnen involviert gewesen oder hätten nach einer Sperrung durch Twitter einfach neue Accounts angelegt.

Weitere 150.000 Accounts sollen nun von Twitter-Trends und der Twitter-Suche ausgeschlossen werden, ergänzte die Sprecherin gegenüber der "New York Times".

Die QAnon-Bewegung gilt als eine der wirkmächtigsten und gefährlichsten Verschwörungsgruppen im Internet. Sie ist ein loses Netzwerk aus Verschwörungsanhängern, das sich um den angeblichen Regierungs-Insider "Q" schart. Dieser behauptet anonym im Netz, direkten Zugang zu US-Präsident Donald Trump zu haben und streut absurde Theorien. So gehen die QAnons etwa davon aus, dass Prominente und US-Politiker wie etwa Hillary Clinton einen geheimen, weltweiten Kindersex-Ring betreiben.

Die kruden Theorien der QAnons werden mittlerweile weltweit verbreitet – auch deutsche Verschwörungsmystiker wie Attila Hildmann und viele Corona-Leugner-Gruppen berufen sich auf deren abstruse Theorien.

Verwendete Quellen:

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail
AnzeigeREIFENKONFIGURATOR

Media Markttchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Internet

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: