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QAnon-Gruppen haben Millionen Mitglieder

Von t-online, str

Aktualisiert am 11.08.2020Lesedauer: 3 Min.
QAnon-Anhänger auf einer Trump-Kundgebung: QAnon vereint eine ganze Reihe von absurden Verschwörungsgeschichten. Die Bewegung gewinnt dennoch an politischem Einfluss.
QAnon-Anhänger auf einer Trump-Kundgebung: QAnon vereint eine ganze Reihe von absurden Verschwörungsgeschichten. Die Bewegung gewinnt dennoch an politischem Einfluss. (Quelle: Leah Millis/Reuters-bilder)
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Anh√§nger der QAnon-Bewegung glauben an die gro√üe Weltverschw√∂rung. Daf√ľr werden sie oft als Spinner verspottet. Eine interne Facebook-Untersuchung zeigt nun: Die Gruppen haben einen enormen Zulauf ‚Äď und gewinnen an politischem Einfluss.

In den USA w√§chst die Sorge angesichts der sogenannten QAnon-Bewegung, einem Sammelsurium von Verschw√∂rungserz√§hlungen, die √ľber das Internet verbreitet werden und zunehmend auch den Pr√§sidentschaftswahlkampf beeinflussen. Die Anh√§nger von "Q" ‚Äď einer virtuellen Kunstfigur ‚Äď k√∂nnen fast ausschlie√ülich dem Trump-Lager zugeordnet werden. Die Bewegung zeigt extremistische Z√ľge.


Die Verschwörungstheorien der Stars

Xavier Naidoo: Der S√§nger verbreitet verschiedenste Corona-Verschw√∂rungstheorien vor allem in dem Messengerdienst Telegram. Besonders auff√§llig seine widerspr√ľchlichen Behauptungen. Mal soll die Regierung das Virus als Waffe gegen alte Menschen nutzen, mal zweifelt er die Existenz des Coronavirus insgesamt an. Knapp zwei Millionen Menschen folgen ihm aktuell auf Facebook, Instagram und Telegram.
Til Schweiger: Der Schauspieler outete sich inzwischen als "Team Xavier" und empfahl seinen Instagram-Followern den Arzt Bodo Schiffmann als Informationsquelle. Dieser protestiert mit der Partei "Widerstand2020" gegen die Corona-Ma√ünahmen. Schweiger selbst war zu Beginn der Pandemie noch strikt f√ľr die Einschr√§nkungen, doch mittlerweile scheint er sich vermehrt mit der Gegenseite zu besch√§ftigen. Zuletzt machte er sich mit einem Instagram-Posting √ľber das Robert Koch-Institut lustig.
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Facebook geht von Millionen Anhängern aus

Eine interne, nicht √∂ffentliche Facebook-Untersuchung soll nun Aufschluss dar√ľber geben, wie viele QAnon-Anh√§nger sich √ľber die Plattform austauschen, wie sie sich organisieren und welche Art von Inhalten sie teilen. Der US-Sender "NBC" konnte die vorl√§ufigen Ergebnisse einsehen und berichtet, dass Facebook von Millionen Nutzern ausgeht, die sich auf tausenden von Seiten und gr√∂√ütenteils geheimen Gruppen austauschen. Und: Das Netzwerk sieht darin offenbar eine Gefahr.

Allein in den zehn wichtigsten Gruppen seien mehr als eine Millionen Mitglieder organisiert, zitiert "NBC" aus dem Report. Allerdings ist es gut möglich, dass viele QAnon-Anhänger mehreren Gruppen angehören und von der Statistik doppelt gezählt wurden.

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Wie will Facebook damit umgehen?

Unklar ist, wie Facebook mit den gewonnenen Erkenntnissen umgehen will ‚Äď und ob √ľberhaupt Ma√ünahmen geplant sind. In der Corona-Krise ist das Unternehmen ungew√∂hnlich entschlossen gegen Falschnachrichten vorgegangen, etwa in Bezug auf esoterische Heilsversprechen. Auch Impfgegnergruppen gerieten wegen der Verbreitung von gef√§hrlichen Kampagnen ins Visier der Facebook-W√§chter. Zuletzt wurde sogar ein Beitrag von US-Pr√§sident Donald Trump gel√∂scht.

Facebook k√∂nnte ein Werbeverbot f√ľr Anzeigen mit einem Bezug zu QAnon verh√§ngen und seinen Empfehlungsmechanismus so anpassen, dass entsprechende Inhalte und Gruppen sich nicht mehr so leicht viral verbreiten k√∂nnen und weniger sichtbar sind. Twitter hat bereits entsprechende Ma√ünahmen eingeleitet.

QAnon steht schon seit einem Jahr unter Beobachtung

Laut "NBC" beobachtet Facebook die QAnon-Aktivitäten auf den eigenen Seiten schon seit Juni 2019. Damals hieß es, dies sei Teil einer Strategie, die den Fokus auf Gruppen mit einem möglichen Gewaltpotenzial legt.

Gleichzeitig profitiert das Unternehmen von der Anziehungskraft der Verschw√∂rungserz√§hlungen: Laut den Recherchen eigener Mitarbeiter hat die Plattform etwa 12.000 US-Dollar mit 185 Anzeigen verdient, in denen QAnon "gelobt, unterst√ľtzt oder vertreten" wurde. Die Anzeigen wurden allein in den vergangenen 30 Tagen vier Millionen Mal geklickt.

F√ľr einige ihrer prominenteren Vertreter ist die QAnon-Bewegung zu einem Gesch√§ftsmodell geworden: √úber Facebook und andere Online-Plattformen vermarkten sie Merchandise-Artikel mit dem Buchstaben "Q" und diversen Insider-Spr√ľchen, mit denen sich die Anh√§nger zu erkennen geben.

Die eigenen Mitarbeiter sind zunehmend besorgt

Facebook geht nach eigenen Angaben "routinem√§√üig" gegen Beitr√§ge von QAnon-Anh√§ngern vor, wenn diese gegen die Community-Regeln versto√üen. Laut einem Sprecher wurde vergangene Woche eine gr√∂√üere QAnon-Gruppe wegen "unauthentischen Verhaltens" geschlossen. Das ist Facebook-Sprech f√ľr "Spam" oder gezielter Kampagnenf√ľhrung durch Fake-Accounts.

Einigen Mitarbeitern geht das offenbar nicht weit genug: Gegen√ľber "NBC" √§u√üerte ein Mitarbeiter anonym Bedenken, dass sich die Unternehmensf√ľhrung weigern k√∂nnte, entschlossener gegen Verschw√∂rungstheorien vorzugehen. Er gehe fest davon aus, dass die meisten QAnon-Gruppen gegen bestehende Richtlinien des Netzwerks bez√ľglich der Verbreitung von Fehlinformationen und Extremismus versto√üen. In der Belegschaft wachse die Sorge, dass der Pr√§sidentschaftswahlkampf 2020 √§hnlich wie schon die Wahl Donald Trumps vor vier Jahren von L√ľgen und Manipulationsversuchen gepr√§gt sein k√∂nnte.

Das Weltbild der QAnon-Anhänger zusammengefasst

QAnon-Anh√§nger glauben, dass Trump ihren Kampf gegen eine "globale Elite" anf√ľhrt ‚Äď einer Gruppe von √ľberwiegend linksliberalen Politikern, Gesch√§ftsleuten und Promis, die heimlich das Weltgeschehen lenken. Ihre zentralen Thesen spinnen sie sich aus angeblichen Insider-Informationen eines hochrangigen Mitarbeiters im Wei√üen Haus zusammen, dem viel zitierten "Q". In Internetforen kursieren unz√§hlige Ger√ľchte, die sich auf angebliche Aussagen von Q berufen. Die Vorw√ľrfe gegen den politischen Gegner reichen von Satanismus bis Kindesmissbrauch. Auch die "Pizzagate"-Erz√§hlung lebt in der QAnon-Bewegung fort. Mehr zur QAnon-Bewegung lesen Sie hier.

Selbst das FBI kam 2019 zu dem Schluss, dass von der Gruppierung eine "potentielle Terrorismusgefahr im Inland" ausgeht. Es werden bereits mehrere Gewalttaten und mindestens zwei Morde auf den Einfluss der Verschw√∂rungserz√§hlungen zur√ľckgef√ľhrt.

In konservativen Kreisen z√§hlt QAnon hingegen fast zum Mainstream. Auf Pro-Trump-Wahlkampfveranstaltungen geh√∂ren T-Shirts und Flaggen mit QAnon-Schriftzug zum Bild. Mittlerweile erh√§lt die Bewegung aber auch die offizielle Unterst√ľtzung von republikanischer Seite. Laut der Medienseite "Media Matters" haben mindestens 70 republikanische Politiker √∂ffentlich zu verstehen gegeben, dass sie Teile der QAnon-Ideologie f√ľr richtig halten. Das deutet darauf hin, dass die Republikaner hier ein gro√ües W√§hlerpotenzial sehen, das es auszusch√∂pfen gilt.

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