Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Sicherheit >

Internet Explorer: Microsoft warnt vor kritischer Sicherheitslücke im Browser

...

Ursache für Hacker-Angriffe  

Microsoft warnt vor schwerer Lücke im Internet Explorer

15.01.2010, 09:43 Uhr | t-online.de

Internet Explorer: Microsoft warnt vor kritischer Sicherheitslücke im Browser.

Internet Explorer: Erneut im Schussfeld von Online-Kriminellen. (Montage: t-online.de)

Microsoft warnt vor einer kritischen Lücke im Internet Explorer. Bei der Schwachstelle handelt es sich um eine so genannte Zero-Day-Lücke – Online-Kriminelle nutzen das Einfallstor also bereits, während Microsoft erst jetzt von dem Leck erfahren hat und mit der Entwicklung eines Updates beginnen konnte.

Die Schwachstelle betrifft hauptsächlich ältere Versionsnummern des Internet Explorers. Derzeit beobachtet Microsoft nur gezielte Attacken auf einzelne Unternehmen, die sich vor allem gegen den Internet Explorer 6 richten. Bei den Angriffen werden die Nutzer zum Beispiel über eine E-Mail dazu verleitet, auf einen Link zu klicken. Der führt zu einer präparierten Internet-Seite, die dann im Hintergrund Schadcode ausführt und einen verschlüsselte Trojaner auf den Computer des Opfers schleust. Dort entschlüsselt sich die Software und meldet sich bei einem Kontrollserver der Online-Gangster an. Dann lädt der Schädling weitere Spionage- und Steuerungsprogramme nach. Diese machen sich dann auf die Suche nach verwertbaren Daten. Ab diesem Zeitpunkt können die Urheber der Attacke alle Informationen auf dem Computer mitlesen und gegebenenfalls selbst die Kontrolle übernehmen.

Angriffe auf private Computer mit Internet Explorer befürchtet

Nach der nun veröffentlichten Warnung ist zu erwarten, dass weitere Kreise der Unterwelt im Internet Kenntnis von der Schwachstelle erhalten und die Attacken auch auf private PC und weitere Versionen des Internet Explorer ausweiten. Hier könnten die Banden dann problemlos Kreditkartendaten und Login-Informationen für Online-Bankkonten ausspionieren und massenweise weiter verkaufen – ein verlockender Preis für diese Banden.

So sollten Sie reagieren

Microsoft arbeitet bereits mit Hochdruck an einem Patch. Aufgrund der kurzen Vorwarnzeit dürfte ein solches Sicherheitsupdate jedoch auf sich warten lassen. In der Zwischenzeit empfiehlt Microsoft Anwendern, sich nur noch mit einem Nutzerkonto auf ihrem PC ins Internet einwählen, das über eingeschränkte Rechte verfügt. Nach einer Infektion könnten die Angreifer so nur einen Teil des Computers steuern. Diese Empfehlung macht in jedem Fall Sinn. Darüber hinaus rät Microsoft, die Sicherheitseinstellungen im IE zu verschärfen. Speziell für die älteren Versionen seines Browser-Programms stellt Microsoft ein Fix-It-Tool bereit, das auf Knopfdruck die Ausführung von Programmcode aus dem Browser heraus einschränkt. Diese sorgt jedoch für Schwierigkeiten bei der Darstellung vieler Internet-Seiten. Wirkliche Sicherheit gewährt jedoch einstweilen nur der Umstieg auf einen Alternativbrowser wie Firefox und Opera.. Vorhandene Nachrichten-Feeds und Favoriten-Einträge lassen sich mit beiden Browsern bequem übertragen.

Lücke auch für Angriffe auf Google und Adobe missbraucht

Ersten Berichten zur Folge war diese Lücke ein Hauptangriffsweg bei den aufsehenerregenden Hacker-Attacken der vergangenen Wochen. Die Attacken auf Google und Adobe stützten sich also nicht wie zunächst berichtet nur auf eine Lücke in Adobes PDF-Software, sondern nutzte auch die nun bekannt gewordene Schwachstelle. Bei den Angriffen hatten mutmaßlich chinesische Täter Firmengeheimnisse gestohlen und einen internationalen Eklat ausgelöst, als Google in Reaktion auf die Angriffe eine Beendigung seiner Aktivitäten in China androhte.

Liebe Leserinnen und Leser,

wir wollen alle Debatten auf t-online.de schnell und sorgfältig moderieren und können deswegen aus der Vielzahl unserer Artikel nur einzelne Themen für Leserdebatten gezielt auswählen. Dabei ist uns wichtig, dass sich das Thema für eine konstruktive Debatte eignet und es keine thematischen Dopplungen in den Diskussionen gibt. Mehr dazu erfahren Sie in der Stellungnahme der Chefredaktion.

Eine Aufstellung der aktuellen Leserdebatten finden Sie auf unserer Übersichtsseite. Mehr zu unserer Community erfahren Sie in unseren FAQ. Wir freuen uns auf angeregte und kontroverse Diskussionen.

Gerne können Sie auch auf Facebook und Twitter zu unseren Artikeln diskutieren.

Ihr Community-Team

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Anzeige
Prepaid: 12 Wochen zum Preis von 4 Wochen
jetzt bestellen bei der Telekom
Klingelbonprix.detchibo.deCECILStreet OneLIDLBabistadouglas.deBAUR
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Sicherheit

shopping-portal
Das Unternehmen
  • Ströer Digital Publishing GmbH
  • Unternehmen
  • Jobs & Karriere
  • Presse
Weiteres
Netzwerk & Partner
  • Stayfriends
  • Erotik
  • Routenplaner
  • Horoskope
  • billiger.de
  • t-online.de Browser
  • Das Örtliche
  • DasTelefonbuch
  • Erotic Lounge
  • giga.de
  • desired.de
  • kino.de
  • Statista
Telekom Tarife
  • DSL
  • Telefonieren
  • Entertain
  • Mobilfunk-Tarife
  • Datentarife
  • Prepaid-Tarife
  • Magenta EINS
Telekom Produkte
  • Kundencenter
  • Magenta SmartHome
  • Telekom Sport
  • Freemail
  • Telekom Mail
  • Sicherheitspaket
  • Vertragsverlängerung Festnetz
  • Vertragsverlängerung Mobilfunk
  • Hilfe
© Ströer Digital Publishing GmbH 2018