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Hacker-Forum in China zerschlagen

Online-Kriminalität  

Schlag gegen Computerhacker in China

08.02.2010, 10:20 Uhr | Sascha Plischke mit Material von AP

Hacker-Forum in China zerschlagen. Chinesische Behörden heben Hacker-Forum aus.

Hacker sollen einen Angriff auf zahlreiche internationale Konzerne gestartet haben. (Quelle: t-online)

Die chinesischen Behörden haben eine Art Online-Schulungszentrum für Hacker zerschlagen. Die Online-Kriminellen rekrutierten im Internet Tausende Mitglieder, brachten ihnen bei, andere Rechner anzugreifen und versorgten sie mit Schadsoftware, wie amtliche Medien am Montag berichteten. Drei Verdächtige wurden festgenommen und neun Server beschlagnahmt. In den vergangenen Wochen war immer häufiger als Ursprungsland für Aufsehen erregende Hacker-Attacken in die Schlagzeilen geraten. Prominentestes Opfer war Suchmaschinengigant Google.

Nach einem Bericht der Tageszeitung China Daily ging die Polizei in der zentralchinesischen Provinz Hubei gegen eine Hacker-Gemeinde mit dem Namen Black Hawk Safety Net vor. Das Untergrundnetzwerk versorgte 12.000 zahlende Mitglieder mit Hacker-Werkzeugen und Malware-Know-How. Mehr als sieben Millionen Yuan oder umgerechnet 750.000 Euro sollen die Betreiber des Forums auf diesem Weg eingenommen haben Weitere 170.000 Nutzer mit einer kostenlosen Mitgliedschaft tauschten sich über das Netzwerk über neueste Hack-Methoden aus. Experten beschuldigen China, Ursprungsland vieler zum Teil spektakulärer Online-Attacken zu sein.

Wiederholte Hacker-Angriffe auf US-Konzerne

Mutmaßlich aus China stammende Hacker hatten in den vergangenen Wochen immer wieder für Aufsehen gesorgt - unter anderem durch Attacken auf Computer-Netzwerke in den USA. So hatten sich chinesische Computer-Kriminelle Zugang zum teuersten Waffenprojekt in der Geschichte des Pentagons verschafft und waren dabei an Detailpläne eines neuen Kampfflugzeugs gelangt. Seit 2008 hatten Hacker von chinesischem Boden aus wiederholt große Ölkonzerne in den USA ausspioniert. Ein weiterer Hacker-Angriff auf Google hatte den Internetkonzern veranlasst, sein Engagement in China auf den Prüfstand zu stellen. Daraufhin Peking hatte eine staatliche Verwicklung in die Hacker-Attacken als "grundlose Beschuldigung" zurückgewiesen

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