Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Sicherheit >

Stuxnet: Cyber-Angriff auf Buschehr für Iran ein "Propaganda-Trick"

Stuxnet  

Cyber-Angriff ist nur ein "Propaganda-Trick"

28.09.2010, 11:57 Uhr | t-online.de, dpa

Stuxnet: Cyber-Angriff auf Buschehr für Iran ein "Propaganda-Trick". Iran: Cyber-Angriff auf Buschehr ist Propaganda des Westens. (Foto: dpa)

Stuxnet soll das Atomkraftwerk Buschehr befallen haben. (Foto: dpa) (Quelle: dpa)

Das Rätselraten um den mysteriösen Computerwurm Stuxnet geht weiter. Der Iran weist mittlerweile Meldungen entschieden zurück, die Schadsoftware habe Computer im Atomkraftwerk Buschehr befallen. Ein Regierungssprecher verharmlost die Cyber-Attacke als "Propaganda-Trick" des Westens.

Nach dem Cyber-Angriff auf zehntausende Computer iranischer Industie- und Atomanlagen versucht Teheran jetzt, die Berichte als "Propaganda-Trick" des Westens herunterzuspielen. Die von vielen vermutete Katastrophe durch den Computer-Schädling Stuxnet gebe es gar nicht, deutete das iranische Außenministerium am Dienstag an.

Stuxnet ein "Propaganda-Trick" des Westens

"Jetzt kommt der Westen mit einer neuen Geschichte und einem neuen Propaganda-Trick, den kein Mensch hier ernst nimmt", sagte Außenamtssprecher Ramin Mehmanparast. Damit widersprach er der iranischen IT-Organisation, die eindringlich vor dem Trojaner gewarnt und alle Behörden aufgefordert hatte, das Problem ernst zu nehmen. Etwa 30.000 Computer in iranischen Industrieanlagen, darunter auch im Atomkraftwerk Buschehr im Süden des Landes, sollen nach amtlichen Angaben von dem Virus infiziert worden sein.

Buschehr geht wie geplant ans Netz

Mehmanparast wies Berichte über eine Infizierung der Rechner in Buschehr energisch zurück. "Die Arbeit in Buschehr geht wie geplant weiter, das Kraftwerk wird in zwei Monaten ans Netz gehen." Auch Irans Atomchef Ali-Akbar Salehi hatte am Montag behauptet, dass in Buschehr alles normal sei. Dennoch wurde ein hoch qualifiziertes IT- Sicherheitsteam nach Buschehr entsandt, um die Rechner zu inspizieren und zu säubern.

Computerwurm Stuxnet seit wenigen Monaten aktiv

Erstmals warnten Sicherheits-Experten im Juli vor Stuxnet. Der Windows-Trojaner befiel gezielt Steuerungssysteme von Siemens, die in Atomkraftwerken und Industrieanlagen eingesetzt werden. "Da jede Fabrik individuell konfiguriert ist, können wir nicht ausschließen, dass die Entfernung des Trojaners die Fabrik nicht in irgendeiner Weise beeinträchtigen könnte", warnte Siemens damals seine Kunden. Das von dem maßgeschneiderten Trojaner betroffene Prozessleitsystem WinCC ist weltweit im Einsatz und steuert Stromnetze, Gas-Raffinerien, Kraftwerke und komplexe Produktionsanlagen in Fabriken.

Leserbrief schreiben

Für Kritik oder Anregungen füllen Sie bitte die nachfolgenden Felder aus. Damit wir antworten können, geben Sie bitte Ihre E-Mail-Adresse an. Vielen Dank für Ihre Mitteilung.

Name
E-Mail
Betreff
Nachricht
Artikel versenden

Empfänger

Absender

Name
Name
E-Mail
E-Mail

Madeleinetchibo.deOTTOWeltbildbonprix.deLIDLBabistadouglas.deMadeleine
Mehr zum Thema
Sie sind hier: Home > Digital > Internet & Sicherheit > Sicherheit

shopping-portal

Hinweis:

Der Internet Explorer wird nicht länger von t-online unterstützt!

Um sicherer und schneller zu surfen, wechseln Sie jetzt auf einen aktuellen Browser.

Wir empfehlen unseren kostenlosen t-online-Browser: