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Computer-Virus legt Krankenhaus im niederländischen Hoorn lahm

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Niederlande  

Computer-Virus legt Krankenhaus lahm

21.10.2010, 13:09 Uhr | Jens Müller

Computer-Virus legt Krankenhaus im niederländischen Hoorn lahm. Computer-Virus legt Klinik in Hoorn lahm. (Symbolfoto: dpa)

Computer-Virus verhindert Operationen in Klinik in Hoorn. (Symbolfoto: dpa) (Quelle: t-online.de)

Ungewöhnliche Probleme für Ärzte und Mitarbeiter einer Klinik hat ein Computer-Virus verursacht. Im Krankenhaus im niederländischen Hoorn mussten Operationen verschoben werden, während Benutzerkonten der Mitarbeiter plötzlich gesperrt waren. Schuld war ein Computer-Virus, der sich im EDV-System der Einrichtung eingenistet hatte.

Ein Computer-Virus hat den Betrieb in einem niederländischen Krankenhaus zeitweise lahmgelegt. Im Westfriesgasthuis in Hoorn wurden am Mittwoch nur Notfälle operiert, da eine Schadsoftware das EDV-System und die Server der Klinik befallen hatte. Alle geplanten Operationen wurden ausgesetzt. Das berichtet der Branchendienst heise online.

Normalbetrieb in Hoorn wiederhergestellt

Mittlerweile soll der Betrieb im Krankenhaus wieder normal laufen. "Die Operationssäle und die Ambulanz sind wieder geöffnet; alle Termine und Operationen können ohne Risiko stattfinden", teilte die Klinikverwaltung auf seiner Internetseite mit.

Computer-Virus sammelt Nutzerdaten

Mitarbeiter bemerkten den Virenbefall bereits am Dienstag. Die Schadsoftware soll Nutzerdaten der Mitarbeiterkonten gesammelt haben; an Patienteninformationen sei sie allerdings nicht gelangt. Der Computer-Virus versuchte, sich mit willkürlich gewählten Passwörtern in die Konten der Angestellten des Krankenhauses einzuloggen. Allerdings sperrte das System die Konten nach mehreren Fehlversuchen, sodass viele Mitarbeiter nicht mehr mehr auf ihre Konten zugreifen konnten.

Bekannter Computer-Virus ist schuld

Bei der Schadsoftware soll es sich um die Mutation eines bekannten Computer-Virus handeln. Den Namen verrieten die Verantwortlichen des Westfriesgasthuis nicht. Zudem ist unklar, wie der Virus überhaupt in das System eindringen konnte. Allerdings ist dies nicht der erste Virenbefall in einem Krankenhaus. Anfang 2009 brachte der berüchtigte Computerwurm Conficker den Betrieb in mehreren österreichische Klinken zum Erliegen. Möglicherweise drang Conficker auch in das EDV-System in Hoorn ein.

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