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Millionenstrafe für SMS-Abzocke mit Online-Flirts

Millionenstrafe für Flirt-Abzocker

02.12.2010, 11:23 Uhr | t-online.de

Millionenstrafe für SMS-Abzocke mit Online-Flirts. Abzocke mit Online-Flirts handelt Australier eine Millionenstrafe ein (Symbolfoto: imago).

Abzocke mit Online-Flirts handelt Australier eine Millionenstrafe ein (Symbolfoto: imago).

In Australien ist ein Mann zu einer Geldstrafe von umgerechnet 1,46 Millionen Euro verurteilt worden, weil er einsame Herzen mit falschen Flirtnachrichten um ihr Geld gebracht hatte. Für seine Masche bezahlte der Mann junge Australien-Reisende dafür, in verschiedenen Singlebörsen falsche Flirtprofile von sich anzulegen und den normalen Nutzern unaufgefordert SMS zu schreiben. Wer auf diese vermeintlichen Liebesbotschaften antwortete, zahlte dafür ohne es zu wissen umgerechnet 3,60 Euro. Innerhalb von drei Jahren sollen der nun verurteilte Mann und seine Komplizen so knapp drei Millionen Euro erbeutet haben.

Die Masche war simpel: Die Firma des Verurteilten engagierte junge Rucksack-Reisende in Australien für eine einfache Arbeit. Die Backpacker legten Flirtprofile in Singlebörsen an und verschickten Flirtnachrichten mit Links auf diese Profile an eine Liste von Handynummern. Diese Nummern gehörten echten Nutzern dieser Singlebörsen, den Opfern der Abzocke. Durch den Link in der SMS und den eindeutigen Text der Nachrichten sollten diese die Empfänger zur Antwort bewegt werden. Diese Antworten gingen jedoch an kostenpflichtige Servicenummern, die mit zum Teil horrenden Gebühren verbunden waren.

Abzockmasche mit 1,8 Millionen verschickten SMS

Drei Jahre lang war die von dem nun Verurteilten mit gegründete Firma auf diese Weise aktiv. Mehr als 1,8 Millionen Kurznachrichten verschickte das Unternehmen zwischen Ende 2005 und 2009. Seit Anfang dieses Jahres befasste sich die australische Justiz mit dem Fall. Mehrere Hintermänner des Unternehmens waren bereits zu Millionenstrafen verurteilt worden. Der nun Verurteilte soll jedoch nach Auffassung des Gerichts der eigentliche Initiator der Abzockmasche gewesen sein. Obwohl der Angeklagte nur zwischen der Gründung des Unternehmens im Dezember 2005 und seiner Verhaftung im April 2006 in einer anderen Strafsache das Unternehmen geleitet habe, sei er das "Gehirn" hinter der gesamten Operation gewesen, so der zuständige Richter.

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