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Viren-Alarm bei Facebook: Wurm Koobface ist wieder da

Facebook  

Viren-Alarm bei Facebook

10.01.2011, 15:45 Uhr | Andreas Lerg

Viren-Alarm bei Facebook: Wurm Koobface ist wieder da. Online-Kriminelle verbreiten immer häufiger Viren über Facebook. (Symbolfoto: imago)

Online-Kriminelle verbreiten immer häufiger Viren über Facebook. (Symbolfoto: imago)

Facebook-Spam wird immer mehr zu einem Problem, Online-Kriminelle haben das populäre Soziale Netzwerk längst für ihre Zwecke erkannt. Aktuell warnen mehrere Sicherheitsunternehmen vor einer neuen Version des Koobface-Wurms. Der Schädling verbreitete sich am vergangenen Wochenende massiv über Chat-Nachrichten.

Der Wurm Koobface, ein Anagramm für Facebook, ist kein Unbekannter. Erste Versionen tauchten bereits 2008 auf, doch in der aktuellen Variante ist der Schädling cleverer geworden. Die Angreifer schicken dem potentiellen Opfer eine Chat-Nachricht und bieten einen Link zu einer so genannten Facebook-App an, die ein Foto zeigen soll. Klickt der Nutzer den Link an, erscheint der Hinweis, das Foto sei an einen anderen Ort verschoben und eine Aufforderung, dem Link zu folgen. Klickt er auf "View Photo", startet ein Downloadvorgang, der den Koobface-Wurm auf die Festplatte des Opfers lädt. Laut dem US-Sicherheitsdienstleister Eset tut er dies aber nur, wenn der Nutzer das erste Mal auf den Link klickt. Weitere Klicks führen ins Leere - ein Verhalten, das es Antivirenspezialisten erschwert, dem Wurm auf die Schliche zu kommen.

Koobface such gezielt nach Login-Daten

Sobald sich Koobface auf dem Computer eingenistet hat, sucht er nach Login-Daten von FTP-Konten und anderen Internetseiten. Zudem versucht er, sich über Facebook weiter zu verbreiten, indem er sich selbst per Nachricht an die Freunde und Kontakte des aktuellen Nutzers verschickt. Facebook bemüht sich, solche Angriffe wie die derzeitigen Chat-Nachrichten einzudämmen. Wenn eine Chat-Nachricht oder andere Mitteilungen auffällig oft in dem sozialen Netzwerk die Runde machen, blockiere Facebook diese, teilte das Unternehmen mit. Der aktuelle Angriff mit dem Koobface-Wurm soll bereits eingedämmt sein.

Facebook als Virenschleuder

Ob es Bilder sind oder Links zu interessanten Internetseiten, viele Facebook-Nutzer schauen sich gerne an, was ihnen ihre Freunde per Chat, Nachricht oder Mitteilung an der Pinnwand empfehlen. Skepsis herrscht dabei selten und das wissen auch Online-Kriminelle und nutzen dieses Vertrauen aus. Meist kapern die Gangster über Sicherheitslücken oder Phishing-Attacken fremde Facebook-Zugänge und versenden ihre gefährlichen Botschaften dann an die Freundesliste des gekaperten Kontos.

Persönliche Daten im Visier

Die Absichten der Angreifer sind die gleichen wie auch sonst im Internet: Mit Trojanern wollen sie wertvolle Daten ausspionieren. Meist handelt es sich um die Zugangsdaten für Online-Banking, denn die Täter haben es meist auf Geld abgesehen. Dabei sind die Facebook-Schädlinge in der Regel auch so konfiguriert, dass sie sich über das Facebook-Konto des Opfers automatisch weiter verbreiten, sobald der Nutzer den vermeintlich harmlosen Link anklickt.

Antivirensoftware hilft nur außerhalb von Facebook

Natürlich sollte auf jedem PC immer ein aktueller Virenscanner im Einsatz sein, um Angriffe zu erkennen und abzuwehren. Auch sollten Sie Browser und das Betriebssystem immer auf dem neuesten Softwarestand halten. Innerhalb von Facebook selbst hilft vor allem Aufmerksamkeit und Skepsis. Beispielsweise wenn ein Facebook-Freund, der üblicherweise Deutsch spricht, plötzlich auf Englisch Fotos oder Internet-Links empfiehlt. Oder aber die Sätze von anderen wirken plötzlich unpersönlich, fast maschinell und fordern zum Anklicken bestimmter Seiten auf. Dann stimmt oft etwas nicht und eine Nachfrage per E-Mail, SMS oder Telefon bei dem Freund klärt schnell, ob hier nicht jemand dessen Facebook-Konto gekapert hat.

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