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Schutz der Privatsphäre und Daten in sozialen Netzen

Schutz der Privatsphäre und Daten in sozialen Netzen

12.01.2011, 11:27 Uhr | Andreas Lerg, t-online.de

. Privatsphäreeinstellungen der sozialen Netze unter der Lupe. (Bild: dpa)

Privatsphäreeinstellungen der sozialen Netze unter der Lupe. (Bild: dpa)

Soziale Netze wie Facebook, WKW und SchülerVZ haben in der Vergangenheit nicht nur positive Schlagzeilen gemacht. Verbraucherschützer kritisierten immer wieder den Datenschutz. Um das Risiko zu minimieren, dass Fremde an persönliche Daten gelangen, kann jeder Nutzer seine Privatsphäre mit den richtigen Einstellungen schützen. Wir zeigen, wie das geht.

"Geiz ist geil!" So lautete ein bekannter Werbeslogan und der passt sehr gut, wenn es um den Schutz der privaten Daten auf sozialen Netzwerken wie Facebook und Co. geht. Wer mit seinen Angaben geizt und nicht jedes Formularfeld ausfüllt, der fährt am besten. Informationen die Sie erst gar nicht preisgeben, kann auch kein anderer lesen und missbrauchen. Dennoch wollen Sie bei den sozialen Netzwerken sicher ein paar Angaben machen, damit die Nutzung dieser Netzwerke Sinn und Spaß macht. Deshalb ist es wichtig, den Zugang zu diesen Daten auf dem jeweiligen Netzwerk zu regeln. Wie das genau geht, zeigen wir in den Foto Shows, die Sie in den Listen finden.

Facebook hat nach Kritik nachgebessert

Facebook ist das beliebteste und reichweitenstärkste soziale Netzwerk. Mehrfach sind das Unternehmen und dessen Gründer Mark Zuckerberg massiv in die Kritik in Sachen Datenschutz geraten. Facebook hat im Mai 2010 nicht nur den Schutz der Daten und Privatsphäre ein Stück weit verbessert, sondern auch die Einstellungsoptionen für den Nutzer einfacher und übersichtlicher gestaltet. Dennoch sollten Facebook-Nutzer Vorsicht walten lassen. Aufgrund seiner Verbreitung ist dieses Netzwerk auch gerade bei Online-Kriminellen sehr beliebt. Außerdem handhabt Facebook als US-Unternehmen den Datenschutz nach wie vor nicht so streng, wie es deutsche Gesetze vorsehen. Wer hier zu viele Informationen preisgibt und diese nicht mit den vorhandenen Einstellungen schützt, muss mit dem Missbrauch seiner Daten rechnen.

MySpace am kompliziertesten

Während Facebook seiner Benutzerführung verbessert hat, haben wir bei MySpace die Lokalisten, die die Privatsphärereinstellungen sehr gut strukturiert haben.

Vorbildlich: VZ und WKW

Die deutschen Betreiber von sozialen Netzen unterliegen deutlich strengeren Datenschutzgesetzen als beispielsweise der US-Anbieter Facebook und setzen diese auch nicht nur gezwungener Maßen gut um. Bei meinVZ und damit auch den anderen VZ-Seiten schülerVZ und studiVZ, ist gut gelungen, dass mit der Einstellung "Nichts" bei der Privatsphäre wirklich alle Informationen vollständig ausgeblendet werden können und niemand mehr irgendwelche Infos zu Gesicht bekommt.

Das Internet vergisst nichts

Ob auf Facebook, Wer kennt Wen oder in den VZ-Netzen: Sehr oft sind dort so genannte "Hätte-ich-doch-Bilder" zu finden. Das sind Fotos, bei denen sich der Nutzer irgendwann wünscht: "Hätte ich doch bloß niemals diese Bilder eingestellt." Peinliche Bilder einer Party sind nur für einen sehr kurzen Augenblick witzig. Wenn der Personalchef, mit dem Sie ein Bewerbungsgespräch haben, diese Bilder in den sozialen Netzen findet, dann hat er im wahrsten Sinne des Wortes ein wenig gutes Bild von Ihnen. Das Internet vergisst nichts, auch nicht kompromittierende Bilder. Das gleiche gilt für Informationen, die Sie über sich preisgeben. Überlegen Sie also sehr gut, welche Bilder und Informationen Sie über sich im Internet finden wollen und welche eher nicht. Manchmal sind es aber auch andere Nutzer, die unvorteilhafte Bilder von Ihnen einstellen. Wie Sie sich dagegen wehren können, haben wir Rechtsanwalt Alexander Schneehain gefragt.

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