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Scareware: Hacker-Angriff auf Millionen Internetseiten

Online-Kriminalität  

Hacker-Angriff auf Millionen Internetseiten

01.04.2011, 13:30 Uhr | Andreas Lerg | t-online.de, t-online.de

Screenshot der Scareware "Windows Stability Center".Angeblich von Microsoft: Das "Windows Stability Center". Mit einem massiven Hacker-Angriff versuchen derzeit Online-Kriminelle, Surfer mit Windows Software in die Scareware-Falle zu locken. Den Gangstern ist es gelungen, innerhalb kürzester Zeit auf Millionen von Internetseiten Links zu platzieren, hinter denen eine gefälschte Microsoft-Software lauert. Diese gaukelt dem Opfer vor, sein PC sei über und über von Viren und Trojanern verseucht. Die betrügerische Software nennt sich Windows Stability Center – auf knapp vier Millionen verschiedenen Seiten sind Links auf die Abzock-Software zu finden.

Online-Kriminelle nutzen derzeit massiv eine Sicherheitslücke auf Internet-Servern aus. Mit einer so genannten SQL-Injection gelingt es ihnen, Angriffscode in bestehende Internetseiten einzuschmuggeln und dort einen Link zu einzubauen. Wie ein Kuckucks-Ei platzieren die Online-Kriminellen so ihre gefährlichen Links im fremden Nest. Der Sicherheitsdienstleister Websense Security Labs analysierte den aktuellen Angriff und stellte fest, dass Links zu 21 verschiedenen präparierten Internetseiten eingeschleust wurden. Anfällig für diese SQL-Injektion sind Internetseiten, die auf Microsoft SQL Server 2003 und 2005 betrieben werden. Eine Google-Suche nach Teilen des Angriffscodes offenbarte, dass bereits knapp vier Millionen Internetseiten derart verseucht wurden.

Umleitung in die Scareware-Falle

Wenn ein Besucher einer infizierten Internetseite einen der eingeschleusten Links anklickt, läuft der typische Scareware-Betrug ab. Der Nutzer landet auf der Seite eines vermeintlichen Sicherheitsdienstleisters und bekommt in einer Warnmeldung mitgeteilt, dass sein Computer von zahlreichen Viren und Trojanern verseucht ist. Die Meldung kommt von einer gefälschten Microsoft-Software namens Windows Stability Center. Die Software soll ihm bei der weiteren Überprüfung seines Computers helfen. Diese findet natürlich noch mehr Viren und anschließend wird dem Opfer die kostenpflichtige Variante der Software angeboten, denn nur diese könne den Computer von den Schädlingen säubern.

Schutz gegen Scareware

Die gefährlichen Internetseiten, auf die die "Kuckucks-Links" verweisen, sind zwar schnell abgeschaltet worden, doch die Online-Kriminellen könnten die Linkziele jederzeit auf neue Internetseiten ändern. Der beste Schutz gegen Scareware ist, sich von plötzlichen Warnmeldungen nicht einschüchtern zu lassen. Öffnen sich beim Besuch einer unbekannten Internetseite plötzlich scheinbare Systemmeldungen, die vor Viren warnen und gleich die kostenpflichtige oder vielleicht sogar anfangs scheinbar kostenlose Beseitigung anbieten, gibt es nur eins: Ignorieren Sie die Meldungen und schließen Sie die Internetseite. Fies: Manche Betrüger manipulieren diese Meldungen derart, dass selbst ein Klick auf Schließen oder Abbrechen die falsche Software installiert.

Wollen Sie sicher gehen, dass der PC nicht von Viren befallen ist, scannen Sie ihren Computer mit einem seriösen Virenscanner. Ein solcher sollte auf jedem Computer installiert und stets aktuell sein. Bei Softwareload finden Sie eine ganze Reihe bewährter Sicherheits-Programme. An mancher Scareware beißen sich herkömmliche Antivirenprogramme aber oft die Zähne aus. Auch Windows Stability Center erkennen laut Websense erst wenige Virenscanner. Erst Spezialsoftware wie Remove Fake Antivirus hilft in diesen Fällen weiter. Falls Sie falsche Virenscanner auf Ihrem Computer vorfinden, helfen wir im Artikel Scareware und falsche Virenscanner entfernen weiter.

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