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Facebook-Spam überrollt soziales Netzwerk

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Neue gefährliche Spam-Flut auf Facebook

20.04.2011, 15:15 Uhr | Andreas Lerg

Facebook-Spam überrollt soziales Netzwerk. Facebook-Spam wird immer häufiger zur Plage (Foto: imago)

Facebook-Spam wird immer häufiger zur Plage (Foto: imago)

Eine neuartige Spam-Welle belästigt derzeit viele Facebook-Nutzer: Freunde laden den Anwender ein, eine Funktion zu benutzen, mit der er angeblich ermitteln kann, wer das eigene Profil besucht hat. Das Ziel dieser Nachrichten ist immer das gleiche: Der Empfänger soll auf einen Link klicken, der in eine Falle lockt.

Eine Nachricht mit dem Betreff: "wtf Du erscheinst als meist auftrender Profilbesucher. hier kanst Du Deine meist auftrende Profilbesucher finden" leitet den Leser auf eine externe Internetseite weiter. Dort wird ihm erklärt, wie er angeblich die Besucher seines Facebook-Profils überwachen kann. Dazu soll er einen speziellen Code kopieren und in die Adresszeile seines Browsers einfügen und starten. Wenn er das tut und gleichzeitig in Facebook eingeloggt ist, erstellt dieser Code automatisch im Namen des Nutzers eine Facebook-Veranstaltung namens "Profilbesucher anzeigen" und lädt alle Kontakte des Nutzers dazu ein.

Facebook-Spam führt in Trojaner-Falle

Auf der Internetseite der Angreifer können jederzeit Viren, Trojaner und andere Schadprogramme beispielsweise als Drive-By-Download lauern. Das sind Downloads, die beim Besuch der Internetseite automatisch vom Nutzer unbemerkt starten. Die Neugier, zu erfahren, wer das eigene Facebook-Profil besucht hat, wird von Online-Kriminellen immer wieder als Lockmittel eingesetzt. Das haben Sicherheitsspezialisten von Bitdefender ermittelt. Doch auch Links auf Fotos oder Videos sollte jeder Facebook-Nutzer misstrauen – denn auch diese sind beliebte Lockmittel der Kriminellen.

Spam per Fotomarkierung

"Du wurdest von X auf einem Foto markiert". Auf der eigenen Pinnwand taucht dann meist eine Fotocollage von Nutzerbildern auf blauem Hintergrund auf. Im Bild seien angeblich die größten Profil-Stalker zu sehen. Auch bei diesem Bild verweist wieder ein Link auf eine Facebook-Anwendung, die verspricht, dass man darüber die Besucher des eigenen Profils analysieren kann. Ein Klick auf diesen Link verbreitet zum einen den Schädling weiter, zum anderen liest die angepriesene Anwendung ungefragt sämtliche Daten des eigenen Profils aus. Die Hintermänner versuchen dann mit den gewonnen Daten Profit zu machen.

Spam per Chat-Nachricht

Eine sehr neue Masche ist der Spam per Chat. Unerwartet poppt ein Facebook-Chatfenster auf, in dem ein bekannter Kontakt kommentarlos einen Link postet oder eine Internetseite empfiehlt. Auch dies wird von Automatismen verursacht, welche die Hacker bei Facebook platzieren. Sinn und Zweck ist wie immer der gleiche. Der Nutzer soll im Vertrauen auf seinen Facebook-Freund den Link anklicken, der auf eine mit Schadsoftware verseuchte Seite führt.

Die Facebook-Videofalle

Eine weitere Masche, die immer wieder von den Angreifern probiert wird, ist die Video-Falle. Dabei wird ein angeblich sensationelles Video auf der Pinnwand gepostet. Klickt ein Nutzer darauf, landet er auf einer externen Internetseite, auf der ein Standbild des Videos zu sehen ist und ein Knopf zum Abspielen, ähnlich wie bei YouTube. Doch klickt der Nutzer das Video an, um es abzuspielen, löst er damit wieder die automatische Verbreitung des Spams auf Facebook aus und wird zudem zur Installation eines speziellen Codecs aufgefordert, der angeblich nötig sei um das Video abzuspielen. Jedoch ist der vermeintlich fehlende Codec nur ein Vorwand um einen Trojaner auf dem PC des Nutzers zu platzieren.

Es geht meist um Geld

Die Betreiber dieser Spam-Würmer wollen damit vor allem eines: Geld verdienen. In dem Programmcode, mit dem sie die Verbreitung dieses Schädlings ermöglichen, stecken auch Links zu sogenannten "Click per Action-Diensten" (CPA). Die CPA-Werbebetreiber zahlen für jede ausgeführte Aktion einen bestimmten Betrag. Normalerweise sollen solche Werbungen auf Internetseiten eingebunden werden. Mit dem Einbau in die Programmcodes generieren die Betrüger aber viel mehr Klicks und damit Einnahmen. Mit anderen Worten auch der Anbieter der CPA-Werbung wird bei diesen Facebook-Spam-Wellen betrogen.

Facebook-Spam - was tun?

Grundsätzlich gilt, dass ein Nutzer keinen Link anklicken sollte, der ihm verdächtig erscheint. Das gilt für die dubiosen Pinnwandeinträge ebenso, wie für Links, die plötzlich in einem Chat-Fenster aufgehen oder mit einem Video gepostet werden. Unser Tipp: Löschen Sie unerklärliche Pinnwandeinträge von Freunden oder fragen Sie vorher den Kontakt, ob er das wirklich selbst geschrieben hat. Wer in einem dieser Sammelfotos markiert wurde, sollte die Funktion zum Entfernen der Markierung nutzen, die Facebook anbietet. Aber auch hier gilt: Nicht den mit dem Bild veröffentlichten Link anklicken. Wie Sie ihre Privatsphäre-Einstellungen in Facebook und anderen sozialen Netzen auf bestmöglichen Schutz ihrer Daten trimmen, lesen Sie im Artikel Schutz der Privatsphäre in sozialen Netzen.

WOT schützt jetzt auch Facebook und Twitter

Die Privatsphäre auf Facebook kann man recht einfach schützen, doch der Facebook-Nutzer selbst muss aufpassen, auf welche Links er klickt. Um Browser-Programme wie Firefox und Internet Explorer besser gegen derartige Spam-Angriffe abzusichern, empfiehlt sich das Browser-Add-on "Web of Trust" (WOT). Die aktuelle Version kann mittlerweile auch Links innerhalb von Facebook und Twitter scannen und vor gefährlichen Links warnen. Mehr dazu hier in der Foto-Show.

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