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TDL-4- Botnetz doch nicht unzerstörbar

TDL-4- Botnetz doch nicht unzerstörbar

04.07.2011, 09:19 Uhr | Christian Fenselau

TDL-4- Botnetz doch nicht unzerstörbar. Auch Botbetz TDL-4 ist verwundbar. (Symbolfoto: stock.xchng) (Quelle: stock.xchng)

Auch Botbetz TDL-4 ist verwundbar. (Symbolfoto: stock.xchng) (Quelle: stock.xchng)

Das angeblich "unzerstörbare" Botnetz TDL-4 ist doch nicht unzerstörbar. Das behauptet Paul Ducklin, Forscher des Sicherheitsdienstleisters Sophos. Der Bericht des Sophos-Konkurrenten Kaspersky sei übertrieben, glaubt Ducklin. Keine Schadsoftware sei "unzerstörbar". Am vergangen Donnerstag sorgte das Botnetz TDL-4 für Furore, weil es dagegen angeblich keine geeigneten Maßnahmen gebe.

Sicherheitsexperten von Kaspersky Labs berichteten letzte Woche, dass das Botnetz TDL-4 herkömmlichen Abwehrmechanismen überlegen sei, weil sich dessen Trojaner nicht im Betriebssystem, sondern im MBR (Master Boot Record) der Festplatte einnistet. Damit sei er für Windows unsichtbar – und damit auch für jeden Virenwächter, der von Windows aus gestartet wird. TDL-4 infizierte mittlerweile über viereinhalb Millionen Computer.

"Gute Antivirensoftware kann System wieder säubern"

"Durchdachte Vorkehrungsmaßnahmen können jede Virenattacke verhindern", schrieb der Sicherheitsexperte in seinem Bericht. Außerdem könne ein infizierter Computer mit einem guten Virenscanner wieder gesäubert werden. Es sei nicht nötig, Windows zu löschen und wieder neu zu installieren.

Virenscanner nur mit laufenden Updates wirksam

Allerdings gab Ducklin den Konkurrenten von Kaspersky in einigen Punkten durchaus Recht. Es sei nicht möglich, einen Virenscanner zu schreiben, der einen vollständigen Schutz biete. Jedes Antiviren-Programm benötige laufend Updates, um zuverlässig zu schützen. Das gelte auch anders herum, denn ebenfalls sei es nicht möglich, einen Virus zu schreiben, der von allen unterschiedlichen Schutzprogrammen unentdeckt bleibe.

So können Sie sich schützen

Ein Computer kann durch Trojaner- und Virenbefall in eine Botnetz eingegliedert und damit zum fremdgesteuerten "Zombie-PC" werden. Er agiert dann im Auftrag der Botnetz-Betreiber, die ihn beispielsweise als Virenverteiler und Spam-Versender missbrauchen. Das alles passiert, ohne dass der PC-Besitzer es merkt. Zum Schutz gegen Viren und Trojaner ist es daher sehr wichtig, stets aktuelle Antiviren-Software auf dem Computer einzusetzen. Außerdem sollten Betriebssystem und installierte Software immer auf dem neuesten Stand gehalten werden. Mit Updates eliminieren die Hersteller regelmäßig Sicherheitslücken. Weitere Tipps zum PC-Schutz und Hilfestellungen bei Bot-Befall finden Betroffene im Anti-Botnet-Beratungszentrum "botfrei.de".

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