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Rustock-Botnetz: Microsoft setzt 250.000 US-Dollar Kopfgeld aus

Microsoft setzt 250.000 US-Dollar Kopfgeld auf Spamer aus

19.07.2011, 17:35 Uhr | Yaw Awuku

Rustock-Botnetz: Microsoft setzt 250.000 US-Dollar Kopfgeld aus . Mit einem Kopfgeld von 250.000 US-Dollar will Microsoft den Rustock-Gründern das Handwerk legen. (Montage t-online.de)

Mit einem Kopfgeld von 250.000 US-Dollar will Microsoft den Rustock-Gründern das Handwerk legen. (Montage t-online.de)

Microsoft verschärft die Jagd auf die Hintermänner der ehemals größten Spam-Schleuder im Internet. 250.000 US-Dollar verspricht der Konzern demjenigen, der die entscheiden Hinweise liefert, die zur Festnahme der Drahtzieher hinter dem Botnetz Rustock führen. Dies kündigte Microsofts Anwalt Richard Boscovich auf dem offiziellen Blog des Unternehmens am Montag an.

Microsoft scheut offensichtlich keine Mühen und Gelder, um die Akteure hinter dem berüchtigten Rustock-Botnetz vor Gericht zu bringen. "Ab heute gehen wir bei der Verfolgung einen Schritt weiter" schrieb Boscovich in seiner Mitteilung vom Montag. Laut Boscovich konnte Microsoft bereits wichtige Beweise zur strafrechtlichen Verfolgung der Rustock-Drahtzieher sammeln. Mit dem ausgesetzten Kopfgeld in Höhe von 250.000 Euro will das Unternehmen den Druck auf die Rustock-Betreiber anscheinend erhöhen.

30 Milliarden Spam-Mails pro Tag

Das Botnetz Rustock gehörte zu den weltweit größten Spam-Schleudern. 30 Milliarden Spam-Mails soll das Netzwerk täglich versendet haben. Dazu haben Cyber-Kriminelle zahlreiche PC mit Schadsoftware infiziert, die es den Drahtziehern ermöglichte die Computer über eine Schaltzentrale fernzusteuern. Schließlich gelang Microsoft im März ein entscheidender Schlag gegen das Botnetz. Dank einem richterlichen Beschluss konnten die Kontroll-Server des Botnetzes abgeschaltet werden. Infolge dessen sank die Zahl der in dem Botnetz zusammen geschalteten Rechner laut Microsoft um mehr als die Hälfte von etwa 1,6 Millionen auf 700.000 PC. Seitdem ist Rustock inaktiv – die Hintermänner sind jedoch weiterhin auf freiem Fuß.

Erfolg von Kopfgeld zweifelhaft

Microsoft setzte zuletzt 2009 ein Kopfgeld in dieser Höhe aus. Damals war die Belohnung für Hinweise auf die Programmierer des Conficker-Wurm gedacht, der sich damals rasend schnell im Internet verbreitete. Bisher hat aber noch niemand diese Belohnung beansprucht. Daher ist es fraglich wie erfolgversprechend die Aussetzung eines Kopfgeldes ist. Auch Boscovich vermutet, dass Microsoft zuerst auf die Hintermänner von Rustock stoßen wird. "Aber das ist nicht garantiert", fügte er hinzu.

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