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Anonymous-Hacker stehlen brisante NATO-Daten

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Anonymous-Hacker  

Anonymous-Hacker stehlen NATO-Daten

22.07.2011, 09:58 Uhr | afp, dpa, t-online.de, t-online.de, AFP, dpa

Anonymous-Hacker stehlen brisante NATO-Daten. Anonymous klaut NATO-Daten. (Foto: imago)

Anonymous klaut NATO-Daten. (Foto: imago)

Die Hackergruppe Anonymous hat nach eigenen Angaben Computersysteme der NATO gehackt und zahlreiche Daten gestohlen. Dabei soll es sich um derart brisantes Material handeln, dass die Hacker das meiste davon nicht veröffentlichen wollen. Dennoch stellten die Anonymous-Mitglieder erste Dokumente ins Internet, um zu beweisen, dass sie nicht bluffen. Auch die Internet-Aktivisten LulzSec meldeten sich zurück – beide Gruppen kündigten weitere Aktionen an.

"Wir haben jetzt ein Gigabyte Daten der NATO." Das teilte das Hacker-Bündnis Anonymous über Twitter mit. Ein Gigabyte entspricht dem Inhalt von 700 Büchern. Wie die Gruppe weiter mitteilte, wollen sie die meisten Dokumente nicht veröffentlichen, da dies verantwortungslos sei. Um jedoch zu beweisen, dass sie tatsächlich NATO-Daten erbeuteten, stellte Anonymous am Donnerstag ein 36-seitiges PDF-Dokument im Internet zum Download bereit. Die Datei stammt aus dem Jahr 2007 und enthält Details zu Budgets und Ausrüstung für das "HQ ISAF JOINT CIS CONTROL CENTER", ein NATO ISAF-Kommandozentrum. ISAF steht für International Security Assistance Force, den NATO-Einsatz in Afghanistan. Die Hacker hatten zuvor bereits einen Link auf ein vertrauliches Dokument über NATO-Einsätze im Kosovo veröffentlicht – der Verweis führte allerdings ins Leere.

NATO-Hack war sehr einfach

Die Hacker schrieben in einer weiteren Twitter-Nachricht, dass es sehr einfach gewesen wäre, in die Systeme der NATO einzudringen. Im Prinzip habe es genügt, ein Webformular auf einer NATO-Internetseite mit speziell manipulierten Eingaben zu füttern und damit an Informationen der Datenbank zu gelangen. Das Militärbündnis in Brüssel leitete eine Untersuchung zu diesen Angaben ein. "Sicherheitsexperten der Nato prüfen diese Behauptungen", teilte ein Sprecher am Donnerstag in Brüssel mit. "Wir verurteilen aufs Schärfste die Veröffentlichung von Dokumenten, die als geheim eingestuft sind. Das ist eine potenzielle Gefahr für die Sicherheit der Nato-Verbündeten, der Streitkräfte und Bürger."

FBI fahndet nach Anonymous-Mitgliedern

In den USA verstärkte die US-Bundespolizei FBI derweil die Fahndung nach Mitgliedern des Hacker-Bündnisses Anonymous. So meldete das FBI bereits am Dienstag, dass es gelungen sei, in mehreren Bundesstaaten 16 mutmaßliche Hacker der Gruppe festzunehmen. Weitere fünf Hacker wurden nach Angaben des FBI in Großbritannien und den Niederlanden gefasst. Anonymous war mit Online-Angriffen auf Gegner der Internet-Enthüllungsplattform Wikileaks bekannt geworden. So griffen Hacker der Gruppe im Rahmen der Aktion "PayBack" Internetseiten des Kreditkartenunternehmens Visa, MasterCard und des Internet-Bezahldienstes PayPal an, nachdem diese Gelder und Zahlungen an Wikileaks aus Eis gelegt hatten.

Anonymous und LulzSec machen weiter

Am Donnerstag erklärten Anonymous und die Hackergruppe LulzSec via Twitter, sich nicht vom Fahndungsdruck der US-Behörden beeindrucken zu lassen. Verhaftungen von Hackern würden nichts ausrichten, schließlich könne eine Idee nicht festgenommen werden, so die Hacker. Beide Gruppen kündigten an, weiterhin Internetseiten von Regierungseinrichtungen und Unternehmen zu attackieren und den Kampf gegen Regierungen fortsetzen, "die ihre Bevölkerungen anlügen und ihnen Angst und Schrecken einjagen, um sie zu kontrollieren und Stück für Stück ihre Bürgerrechte einzuschränken". Ende Juni erst hatte LulzSec offiziell bekannt gegeben, dass sich die Hacker-Gruppe auflösen wolle. Aber Mitte Juli hatten sie sich mit der fingierten Meldung, dass Medienmogul Rupert Murdoch verstorben sei, wieder ins Gespräch gebracht.

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