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Facebook verriet Konto-Dieb fremde Passwörter

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Facebook verriet Konto-Dieb die Passwörter seiner Nachbarn

19.08.2011, 13:55 Uhr | Yaw Awuku

Facebook verriet Konto-Dieb fremde Passwörter. Die Facebook-Profile seiner Nachbarn verhalfen einem 33-Jährigen Briten zu viel Geld. (Symbolbild: imago)

Die Facebook-Profile seiner Nachbarn verhalfen einem 33-Jährigen Briten zu viel Geld. (Symbolbild: imago)

Über Facebook hat der Brite Ian Wood über 40.000 Euro von Freunden und Nachbarn gestohlen. Wood ist kein Hacker, berichtet die britische Zeitung The Telegraph. Aber mit cleveren Tricks verwandelte er die Information, die seine Bekannten in Facebook und Co. preisgaben in bare Münze. Zwei Jahre lang schöpfte er so das Geld von fremden Bankkonten ab. Doch seine Gier wurde dem Konto-Dieb zum Verhängnis.

Bis zu 18 Stunden am Tag spähte der 33-jährige Wood soziale Netzwerke wie Facebook und Friends United nach wertvollen Informationen aus. Er freundete sich mit Nachbarn an, die im selben Wohnblock der Stadt Newcastle lebten. Seine Online-Freunde nutzten oft dieselben Benutzernamen für Facebook und Online-Banking. Wenn er die zugehörigen Passwörter nicht mithilfe der Facebook-Informationen erraten konnte, tat er einfach so, "als ob er das Passwort vergessen hätte", erklärt der Staatsanwalt Neil Pallister. In solch einem Fall bekommen Nutzer Sicherheitsfragen zum Beispiel über Geburtsdaten oder den Mädchennamen ihrer Mutter gestellt. Mit den Informationen aus Facebook und Friends United konnte Wood diese Fragen oft beantworten. Einmal in ein Bankkonto eingedrungen, änderte er die Adressinformationen und fing Bankkarten und PIN-Nummern ab.

Identitäts-Dieb verplappert sich

Im November 2009 wurde Wood unvorsichtig: Er überwies umgerechnet etwa 1700 Euro von dem Konto eines Nachbarn direkt auf sein eigenes. Nachdem das Opfer die Polizei informierte, flog Wood auf. Dass es sich bei Wood nicht um einen Gelegenheitsdieb handelte, ging den Beamten erst auf, als er sich mit der Frage "Sind Sie mir schon länger auf der Spur?" verplapperte. Bei der Durchsuchung seiner Wohnung stieß die Polizei auf zahlreiche PIN-Nummern, einen fremden Pass, Rechnungen und Papiere, die aus den Briefkästen von Woods Nachbarn stammen. Das Geld hatte er jedoch längst für Glücksspiele verprasst.

"Den Leuten gefriert das Blut in den Adern"

Für den zuständige Richter Guy Withburn war es der erste Betrugsfall dieser Art. "Es ist eine äußerst schlimme Art seine Nachbarn zu hintergehen", kommentierte er den Fall. "Den Leuten gefriert das Blut in den Adern, wenn sie sehen, dass Geld von ihrem Konto gestohlen wurde." Wood bekannte sich in sieben Fällen des Identitätsdiebstahls schuldig. Das Gericht in Newcastle verurteile den selbständigen Teppichleger zu 15 Monaten Gefängnis.

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