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Miner-Botnetz attackiert Deutsche Bundesbank

Botnetz attackiert Deutsche Bundesbank und Bundesgerichtshof

08.09.2011, 12:31 Uhr | Sascha Plischke

Miner-Botnetz attackiert Deutsche Bundesbank. Unter Beschuss im Internet: Die Deutsche Bundesbank. (Quelle: dpa)

Unter Beschuss im Internet: Die Deutsche Bundesbank. (Quelle: dpa)

Online-Kriminelle attackieren derzeit mit einem Botnetz insgesamt 360 Ziele im deutschen Internet. Das Berichtet der Sicherheitsdienstleister Kaspersky. Es soll sich bei den Angreifern um die selben handeln, die bereits Ende August deutsche Pizza-Bringdienste und Immobilien-Portale unter Beschuss nahmen. Unter den Opfern der neuen Angriffswelle befinden sich dieses Mal auch die Internetseiten von Institutionen und Behörden wie der Deutschen Bundesbank und des Bundesgerichtshofs.

"Über die Motivation hinter diesen Angriffen ist nach wie vor nichts bekannt", so Tillmann Werner, Senior Virus Analyst bei Kaspersky Lab. "Mit dem Ausmaß des Angriffs und dem eindeutigen Fokus auf Deutschland hat der Fall aber eine klare politische Komponente." Waffe der Online-Kriminellen ist das so genannte Miner-Botnetz, das gezielte Angriffe auf Internetseiten ausführen kann. Bei solchen DDoS-Angriffen werden die Server hinter den Seiten mit unzähligen Anfragen geflutet und damit überlastet. Ziel ist es, die Seiten so zum Absturz zu bringen.

Massive Angriffe ohne erkennbare Richtung

Weitere Opfer der aktuellen Angriffe sind die Web-Auftritte deutscher Universitäten und großer Firmen. Eine klare Richtung ist jedoch nicht zu erkennen. Klar ist nur, dass die Attacken mit großem Nachdruck ausgeführt werden. Der Betreiber von pizza.de, einem der prominentesten Opfer der ersten Angriffswelle, bestätigte laut heise.de, dass während eines rund drei Stunden andauernden Angriffes pro Sekunde zwischen 20.000 und 30.000 Anfragen auf das Portal einstürmten. Diese DDoS-Angriffe wurden von rund 50.000 im Internet verteilten Computern gesendet.

Auch Sicherheitsdienstleister unter den Zielen

Nach wie vor stehen auch die Seiten von Sicherheitsdienstleistern auf der Abschussliste der Kriminellen. Es darf vermutet werden, dass die Online-Kriminellen damit die Gegenmaßnahmen gegen ihre Angriffe sabotieren wollten. Das Miner-Botnetz ist sehr schwer zu eliminieren, da es nicht wie ältere Botnetze eine zentrale Kommando-Infrastruktur nutzt. Ältere Botnetze werden über wenige zentrale Server gesteuert. Gelingt es, diese vom Netz zu nehmen, ist das Botnetz lahm gelegt. Das Miner-Botnetz aber nutzt eine dezentrale Peer-to-Peer-Strutkur. Dabei werden die Steuerungsbefehle über eine Vielzahl verteilter Computer verteilt. Diese Kommunikation ist nur schwer zu unterbrechen.

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