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Scareware-Abzocker müssen 320.000 Opfer entschädigen

Scareware-Betrug  

Scareware-Abzocker müssen 320.000 Opfer entschädigen

19.12.2011, 18:30 Uhr | Andreas Lerg

Scareware-Abzocker müssen 320.000 Opfer entschädigen. Mit Software wie WinDefender 2008 wurden Opfer hereingelegt.

Mit Software wie WinDefender 2008 wurden Opfer hereingelegt.

Die ukrainische Firma Innovative Marketing, die mit einer Scareware-Masche über 100 Millionen Dollar für nutzlose Software ergaunert hat, muss nun ihre Opfer entschädigen. Im bisher größten Fall dieser Art bekommen über 320.000 Geschädigte ihr Geld zurück. Die US-Handelsbehörde FTC gab bekannt, dass man sich auf diese Rückzahlung geeinigt habe. Die Verfahren gegen die Hintermänner laufen dessen ungeachtet weiter.

Innovative Marketing hatte über Jahre hinweg Internet-Nutzern wirkungslose Sicherheitssoftware wie Winfixer, WinDefender2008, Drive Cleaner, XP Antivirus und viele mehr aufgenötigt und abkassiert. Seit 2010 werden drei Hintermänner der Firma beschuldigt, mit der Betrugsmasche seit 2005 über 100 Millionen Dollar ergaunert zu haben. Die US-Handelsbehörde FTC erreichte jetzt, dass rund 320.000 betroffene US-Amerikaner ihr Geld zurück bekommen.

8 Millionen Dollar werden ausgezahlt

Durchschnittlich 20 Dollar erhalten die Geschädigten zurück. Wer um einen höheren Betrag geprellt wurde, kann laut FTC auch mit einer entsprechend höheren Erstattung rechnen. Abgewickelt wird die Auszahlung von der FTC selbst. Insgesamt summieren sich die Rückzahlungen auf acht Millionen Dollar, wie das US-Fachmagazin Computer World berichtet – nur ein Bruchteil der Summe, die Innovative Marketing mit dem Scareware-Betrug eingenommen haben soll.

Drei Hintermänner jahrelang gesucht

Nach den führenden Köpfen hinter dem Unternehmen, Shaileshkumar "Sam" Jain, Bjorn Daniel Sundin und James Reno, wurde jahrelang gefahndet. Bereits im Jahr 2005 hatte sich der als "Scareware-Mogul" bekannt gewordene Shaileshkumar Jain in die Ukraine abgesetzt, nachdem das Software-Unternehmen Symantec erfolgreich gegen den 41-Jährigen einen Schadenersatzanspruch in Höhe von 3,1 Millionen Dollar wegen des Verkaufs gefälschter Software durchgesetzt hatte. Im Juni 2011 gelang es den Justizbehörden, 14,8 Millionen Dollar von dessen Schweizer Konto zu beschlagnahmen. Die Gerichtsverfahren gegen die drei Haupttäter werden von den Rückzahlungen nicht beeinflusst und laufen weiter.

Scareware-Betrug arbeitet mit Angst

Das englische Wort "to scare" bedeutet "jemanden erschrecken". Und genau damit arbeitet Scareware-Betrug. Internetseiten werden mit beängstigenden Warnmeldungen gespickt, die dem Nutzer vorgaukeln, sein Computer sei von Viren und Trojanern befallen. Das Opfer wird zum Download einer kostenpflichtigen Software gedrängt, die Abhilfe verspricht, tatsächlich aber wirkungslos ist. Die Täter wählen für ihre Betrugsprogramme oft Namen, die an die Bezeichnungen seriöser Sicherheitsprogramme erinnern.

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