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Digital Playground: Porno-Hacker stehlen Kreditkartendaten

Digital Playground  

Hacker stellen 73.000 Pornogucker bloß

13.03.2012, 16:00 Uhr | t-online.de

Digital Playground: Porno-Hacker stehlen Kreditkartendaten. Zehntausende Porno-Surfer stehen nach Porno-Hack sprichwörtlich mit heruntergelassenen Hosen da. (Quelle: t-online.de)

Zehntausende Porno-Surfer stehen nach Porno-Hack sprichwörtlich mit heruntergelassenen Hosen da. (Quelle: t-online.de)

"Einfach zu verführerisch": Eine Gruppe von Hackern hat einer der größten Pornofirmen Zehntausende Kundendaten und Kreditkartennummern gestohlen. Die Hacker behaupten, die Sicherheitsvorkehrungen des Internetdienstes seien derart miserabel gewesen, dass sie der Versuchung einfach nicht widerstehen konnten.

Die kalifornische Firma Digital Playground gehört zu den fünf größten Pornostudios der Welt und bietet unter anderem kostenpflichtige Inhalte im Internet an. Seit vergangener Woche stehen E-Mail-Adressen, Nutzernamen und Passwörter von etwa 73.000 zahlenden Nutzern des Dienstes zum Download im Internet – unverschlüsselt und für jedermann einsehbar. Das berichtet AVN, ein Nachrichtenmagazin der Erotikbranche. Unter den Daten befinden sich angeblich auch viele E-Mail-Adressen von US-amerikanischen Militär- und Staatsbeamten – gekennzeichnet durch die Adressendungen ".mil" und ".gov". Viel mehr Grund zur Besorgnis geben allerdings die mehr als 40.000 Kreditkartensätze, die die Hacker nach eigener Aussage erbeuteten. Denn die Datensätze enthalten neben den Kartennummern auch die dazugehörigen Namen der Karteninhaber, Ablaufdaten und Kartenprüfnummern.

Hackerangriff war "einfach zu verführerisch"

Mit dem Datendiebstahl rühmt sich eine Hacker-Gruppe, die sich selbst als Th3Consortium (zu deutsch: Das Konsortium) bezeichnet. Der Datei mit den gestohlenen Daten liegt ein Text bei, in der die Hacker behaupten, die Sicherheitsvorkehrungen für DigitalPlayground.com seien "ein Witz" gewesen. Dementsprechend sei der Hackerangriff "einfach zu verführerisch" gewesen. Mit dem Datenklau wolle man keineswegs die Pornofirma "zerstören", so die Hacker. Auch geht es den Tätern offenbar nicht darum, den Kunden einen finanziellen Schaden zuzufügen. Angeblich veröffentlichten sie nur einen Teil der über 40.000 Kreditkartensätze – die wichtigsten Informationen sollen geschwärzt worden sein.

Bereits der dritte Datendiebstahl seit Februar

Für die Betreiber von Digital Playground ist dies dennoch eine äußerst peinliche Situation. Das in Los Angeles ansässige Unternehmen ging erst Anfang März an den Porno-Konzern Manwin Holding in Luxemburg über, dessen Tochterunternehmen in den vergangenen Wochen bereits zweimal Hackern zum Opfer fielen. So veröffentlichte ein 17-jähriger Hacker Mitte Februar die Nutzerdaten der Pornoseite Brazzers.com. Kurz darauf standen auch etwa eine Million Nutzer von Manwins bekanntem Filmportal YouPorn am Internetpranger.

Betreiber weist Schuld von sich

In einer Mitteilung an das Branchenmagazin AVN wies die Manwin Holding darauf hin, dass der jüngste Datendiebstahl möglicherweise bereits vor der Übernahme von Digital Playground stattfand. Nachdem der Konzern die betroffenen Internetseiten vorübergehend schloss, ist DigitalPlayground.com inzwischen wieder erreichbar. Während Manwin die Kunden von DigitalPlayground.com für den Ausfall entschädigen will, sind die Sicherheitsprobleme wohl noch nicht komplett behoben: Derzeit können sich keine Neukunden für den Dienst registrieren.

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