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Christina Aguilera und Scarlett Johansson ausspioniert: Promi-Hacker drohen 60 Jahre Knast

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Promi-Hacker drohen 60 Jahre Haft

27.03.2012, 11:53 Uhr | dpa, t-online.de, t-online.de, dpa

Christina Aguilera und Scarlett Johansson ausspioniert: Promi-Hacker drohen 60 Jahre Knast. Prominente Hacker-Opfer: Scarlett Johansson, Mila Kunis, Christina Aguilera. (Quelle: dpa/imago)

Prominente Hacker-Opfer: Scarlett Johansson, Mila Kunis, Christina Aguilera. (Quelle: imago/dpa)

Mit Christina Aguilera und Scarlett Johansson hatte sich ein Hacker in den USA prominente Opfer ausgesucht. Nach Dutzenden Cyberattacken bekennt sich der Mann jetzt schuldig. Der 35-jährige US-Amerikaner hatte über Monate hinweg Computer und E-Mail-Postfächer vieler Hollywood-Stars angezapft. Nach Mitteilung der Staatsanwaltschaft räumte der Mann aus Florida vor Gericht in Los Angeles zahlreiche Straftaten ein, darunter illegales Abhören und Beschädigung von Computern. Das Strafmaß soll am 23. Juli verkündet werden. Dem Mann drohen bis zu 60 Jahre Haft.

Das Schuldeingeständnis werfe ein "helles Licht in die dunkle Unterwelt des Computer-Hacking", sagte Staatsanwalt André Birotte. Der Täter räumte ein, mehr als 50 Opfer, darunter Scarlett Johansson, Mila Kunis oder Christina Aguilera von November 2010 bis Oktober 2011 ausspioniert zu haben. Er hackte ihre Konten, griff auf intime Fotos und Informationen zu und verbreitete sie im Internet. Der Hacker nutzte unter anderem öffentlich zugängliche Informationen über seine Opfer, um die Passwörter für deren E-Mail-Accounts zu erraten. Die eingehenden E-Mails der gekaperten Postfächer ließ er anschließend automatisch an seine eigene E-Mail-Adresse weiterleiten. So gelangte der Promi-Hacker an persönliche Informationen, Drehbücher und Gespräche zwischen Prominenten, ohne dass die Opfer dies bemerkten, sagte Staatsanwalt Birotte.

Verhaftung im Zuge von Operation "Hackerazzi"

So tauchten im September vergangenen Jahres Nacktfotos von Scarlett Johansson im Netz auf. Die Schauspielerin soll die Bilder selbst zu Hause vor einem Spiegel mit einer Handykamera aufgenommen haben. Auf den Computern seiner Opfer hinterließ der Hacker ein Programm, das jede E-Mail sofort an ihn weiterleitete – egal wie privat und intim. Ein Teil des Materials gab der Mann an Dritte weiter, darunter andere Hacker und Promi-Journale. Die Ermittlungen der Bundespolizei FBI liefen unter dem Namen "Operation Hackerazzi". Im Oktober nahm die Polizei den Mann in Florida fest. Er entschuldigte sich danach öffentlich für seine Taten.

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