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Apple über Sicherheitslücke gehackt - Java-Lücke geschlossen

Hackerangriff auf Apple

20.02.2013, 15:45 Uhr | t-online.de, AFP

Apple über Sicherheitslücke gehackt - Java-Lücke geschlossen. Firmenzentrale von Apple in Cupertino, Kalifornien (Quelle: dpa)

Firmenzentrale von Apple in Cupertino, Kalifornien (Quelle: dpa)

Unbekannte sind in Computer-Systeme des Technik-Riesen Apple eingedrungen. Die Hacker schmuggelten über eine Sicherheitslücke im Browser-Plug-in Java Spionagesoftware auf Rechner von Apple-Mitarbeitern ein. "Es gibt keine Anzeichen, dass Daten Apple verlassen haben", betonte die Firma. Doch die Art und Weise, wie die Angreifer vorgingen, zwingt Apple dazu, Schutzmaßnahmen für seine Kunden zu treffen.

Die Hacker nutzten offenbar dieselbe Technik wie bei Angriffen auf das soziale Netzwerk Facebook und andere Firmen. Die bei dem Angriff auf Apple verwendete Schadsoftware sei über eine gekaperte Internetseite für Softwareentwickler eingeschleust worden, erklärte Apple. Das Schadprogramm nutzte eine Sicherheitslücke im Programm Java aus, das bei zahlreichen Internetanwendungen genutzt wird. Es handele sich um "eine kleine Zahl" infizierter Systeme, die "vom Netzwerk isoliert" worden seien, wie Apple mitteilt.

Java-Lücke geschlossen

Java-Entwickler Oracle hatte aufgrund der jüngsten Vorfälle ein für den 19. Februar geplantes Sicherheitsupdate vorgezogen und bereits Anfang Februar ein außerplanmäßiges Notfall-Update für Internetnutzer bereitgestellt. Wann die Apple-Techniker mit dem Hackerangriff konfrontiert waren, teilte der Konzern nicht mit. Beim Aktualisieren des hauseigenen Safari-Browsers ließ sich Apple in der Vergangenheit immer sehr viel Zeit.

Diesmal reagierte Apple schnell und hat kurzerhand ein Sicherheitsupdate für Mac-Rechner veröffentlicht, das die Sicherheitslücke in Java schließen und möglicherweise vorhandene Spyware entfernen soll. Es wird über die Softwareaktualisierung ausgeliefert. Das Update für Mac OS X ab Version 10.7 deaktiviert zudem das Java-Plug-in, sofern noch das veraltete Java SE 6 verwendet wird.

US-Firmen als Angriffsziel

Über die Hintermänner der Angriffe zirkulieren vage Gerüchte. Laut Nachrichtenagentur Bloomberg wurden mit derselben Masche bislang mindestens 40 US-Firmen von Hackern aus Osteuropa angegriffen, die auf diesem Weg versuchten, Firmengeheimnisse zu stehlen. Facebook und Twitter zählen dazu.

Facebook-Hacker gingen leer aus

Facebook hatte am Freitag erklärt, im Januar Ziel eines "ausgefeilten Angriffs" geworden zu sein. Ein Schaden sei nicht entstanden, hieß es. Auch der Kurznachrichtendienst Twitter meldete jüngst einen Hackerangriff, bei dem die Zugangsdaten von rund 250.000 Nutzern gestohlen wurden.

New York Times gehackt

Zudem hatten die New York Times, die Washington Post und das Wall Street Journal in den vergangenen Wochen über technisch ausgefeilte Hackerangriffe auf ihre Internetseiten und Computer berichtet. Die drei Zeitungen hatten China für die Angriffe verantwortlich gemacht. Sie vermuteten, die Angreifer hätten an Informationen über ihre China-Berichterstattung kommen wollen.

Chinesische Hacker in Verdacht

Ein US-Geheimdienst-Dokument, über das die Washington Post kürzlich berichtet hatte, nannte ebenfalls Hacker in China als Autoren zahlreicher Cyberangriffe in den USA. Diesen fallen demnach vor allem Unternehmen in den Branchen Energie, Finanzen, Informationstechnologie, Luft- und Raumfahrt sowie Autobau zum Opfern.

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