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Internet Explorer-Lücke: Was Windows-Nutzer tun müssen

Internet Explorer-Lücke  

Was Windows-Nutzer jetzt tun müssen

29.04.2014, 16:29 Uhr | dpa, t-online.de

Internet Explorer-Lücke: Was Windows-Nutzer tun müssen. Hacker nutzen eine bislang ungepatchte Lücke im Internet Explorer aus.  (Quelle: t-online.de)

Hacker nutzen eine neu entdeckte Lücke im Internet Explorer aus. (Quelle: t-online.de)

Im Internet Explorer von Microsoft klafft eine gefährliche Sicherheitslücke. Den ersten Hinweis darauf hat der Software-Konzern am vergangenen Wochenende veröffentlicht, inzwischen warnen auch Experten und Behörden wie das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) davor. Die wichtigsten Fakten zur Schwachstelle im Überblick:

Wer ist betroffen?

Gefährdet sind alle Windows-Nutzer, die mit dem Internet Explorer (IE) ins Netz gehen. Ob es sich dabei um die Version 6 oder die Version 11 handelt, spielt keine Rolle – alte und neue Internet Explorer sind nach Angaben von Microsoft gleichermaßen betroffen. Angegriffen werden bislang zwar nur die Versionen 9 bis 11, erklärt das BSI. Die Experten gehen aber davon aus, dass sich das schnell ändern könnte.

Was passiert bei einem Angriff?

Durch die Sicherheitslücke können Hacker die Kontrolle über fremde Rechner übernehmen und so zum Beispiel an private Daten wie Passwörter gelangen. Die Schädlinge können auf manipulierten Webseiten lauern, aber auch in Werbeanzeigen auf eigentlich seriösen Homepages. Grundsätzlich erhält ein Hacker bei solchen Angriffen immer so viele Zugangsrechte wie der angemeldete Nutzer. Mit einem Administrator-Konto sollte man daher nie ins Netz gehen.

Wie kann ich mich schützen?

Microsoft rät betroffenen Nutzern, in den Internetoptionen des Browsers den Reiter "Sicherheit" auszuwählen und dort für die Zone "Internet" den Schieberegler auf "hoch" zu stellen. Manche Webseiten funktionieren danach allerdings möglicherweise nicht mehr richtig.

Unter Windows 8 und 64-Bit-Versionen von Windows 7 mit IE 10 und 11 sollten Nutzer weitere Schutzmaßnahmen vornehmen. Das BSI geht noch weiter und empfiehlt, Microsofts Browser vorerst gar nicht mehr zu benutzen. Auf der Browser-Seite von T-Online.de finden Sie eine Auswahl möglicher Alternativen.

Hat Microsoft Gegenmaßnahmen angekündigt?

Ein Update ist nach Angaben des Softwarekonzerns in Arbeit. Unklar ist nur noch, ob es im Rahmen des monatlichen Patchday oder schon früher veröffentlicht wird. Wer noch Windows XP benutzt, bekommt das Update allerdings nicht: Microsoft hat den Support für das alte Betriebssystem Anfang April eingestellt. Sicherheitslücken werden seitdem nicht mehr geschlossen, das gilt auch für den Internet Explorer.

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