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NSA plante Hacker-Angriff auf Google Play Store und Samsung

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Überwachungsskandal  

NSA wollte App-Stores für Smartphones hacken

22.05.2015, 16:57 Uhr | AFP

NSA plante Hacker-Angriff auf Google Play Store und Samsung. Die NSA wollte App-Stores für Smartphones hacken. (Quelle: AP/dpa)

Die NSA wollte App-Stores für Smartphones hacken. (Quelle: AP/dpa)

Der US-Geheimdienst NSA soll einen großangelegten Hacker-Angriff auf App-Stores von Google und Samsung geplant haben. Das Ziel war, Schadsoftware in Smartphone-Anwendungen einzuschleusen, um diese dann auszuspähen. Der Geheimdienst wollte das gemeinsam mit seinen Verbündeten in der "Five Eyes"-Allianz angehen.

Die Geheimdienste hätten über Datenverbindungen zu den App-Stores des US-Internetriesen Google und des südkoreanischen Elektronikkonzerns Samsung Schadsoftware auf Smartphones installieren wollen. Die Geheimdienste hätten auf diesem Weg auch Gegner mit Falschinformationen in die Irre führen können, hieß es weiter.

Laut der Internetseite des Snowden-Vertrauten Glenn Greenwald "The Intercept" lagen dem Vorhaben Sorgen mit Blick auf einen "weiteren Arabischen Frühling" oder andere Massenbewegungen zugrunde. Die Geheimdienste seien vor allem an Afrika und hier insbesondere am Senegal, Sudan und Kongo interessiert gewesen. Aber auch App-Store-Server in Frankreich, den Niederlanden, der Schweiz, Russland, Marokko, Kuba und den Bahamas seien im Visier gewesen.

Five-Eyes-Bündnis plante den Angriff

Im Five-Eyes-Bündnis arbeitet die NSA mit den Geheimdiensten von Großbritannien, Kanada, Neuseeland und Australien zusammen. Wie "The Intercept" am Donnerstag weiter berichtete, wurde das Vorhaben unter dem Namen "Irritant Horn" (etwa Reizmittel-Horn) in den Jahren 2011 und 2012 diskutiert.

Quelle der Informationen ist laut "The Intercept" ein Dokument, das der frühere US-Geheimdienstmitarbeiter Edward Snowden öffentlich gemacht habe. Auch der kanadische TV-Sender "CBC News" veröffentlichte das Dokument. Die Geheimdienste hätten mit dem Eindringen in die App-Stores Daten über mutmaßliche Terroristen und andere Ziele sammeln wollen. Zu den begehrten Informationen gehörten die Online-Recherchen der Terroristen, die SIM-Kartennummern der Mobiltelefone und die Standortdaten.

Die NSA wollte sich auf Anfrage der Nachrichtenagentur AFP nicht zu den Berichten äußern. Google und Samsung lehnten einen Kommentar ab.

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