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Edward Snowden zufrieden mit Wirkung seiner Enthüllungen

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Zwei Jahre NSA-Affäre  

Snowden zufrieden mit Wirkung seiner Enthüllungen

05.06.2015, 12:20 Uhr | dpa, AFP

Edward Snowden zufrieden mit Wirkung seiner Enthüllungen. Russland und China sollen streng geheime Daten britischer und US-amerikanischer Geheimdienste entschlüsselt haben - auch Snowden-Informationen. (Quelle: dpa/Archivbild Guardian / Glenn Greenwald / Laura Poitras)

Ein Videograb vom 10.06.2013 zeigt den Whistleblower und früheren CIA-Mitarbeiter Edward Snowden in Hongkong. (Quelle: Archivbild Guardian / Glenn Greenwald / Laura Poitras/dpa)

Zwei Jahre ist es jetzt her, dass Edward Snowden damit begonnen hat, die massive Spionage der Geheimdienste aufzudecken. Zum Jahrestag zeigt sich der frühere CIA-Mitarbeiter zufrieden mit der Wirkung, die seine Veröffentlichungen gemacht haben. Die Privatsphäre sei aber weiterhin bedroht.

In einem Beitrag für die "New York Times" und den "Spiegel" schrieb Snowden, der nach wie vor im russischen Exil lebt, dass es eine Machtverschiebung gegeben habe. In Europa und andernorts seien etliche Überwachungsmethoden der Geheimdienste für rechtswidrig erklärt worden.

Zwei Jahre nach Beginn der NSA-Affäre seien enorme technische und politische Fortschritte zu beobachten. Sicherheitslücken, die das Ausspähen privater Daten ermöglicht hätten, seien geschlossen worden. Verschlüsselungsprogramme, "die einst für esoterisch und unnötig gehalten wurden", würden nun standardmäßig von großen Firmen aktiviert.

"Politik wendet sich Vernunft zu"

Es sei die Entstehung einer "Post-Terror-Generation" zu beobachten. "Zum ersten Mal seit den Anschlägen des 11. September sehen wir den Umriss einer Politik, die sich abwendet von Gegenschlag und Angst und sich stattdessen Widerstandsfähigkeit und Vernunft zuwendet."

Weiterhin sei die Privatsphäre jedoch bedroht: Geheimdienste sammelten Metadaten in nie dagewesenem Ausmaß. Snowden kritisierte Regierungen, die nach Terroranschlägen die Befugnisse von Sicherheitsbehörden ausbauen wollten. Allerdings zeigte er sich zuversichtlich: "Mit jedem Gerichtsentscheid, mit jeder Gesetzesänderung, zeigen wir, dass Informationen überzeugender sind als Angst." Auch die Vereinten Nationen unterstrichen die Bedeutung der Privatsphäre, wie Snowden betonte. Er lobte Techniker, IT-Fachleute und Unternehmen wie Apple, die Verschlüsselungstechniken ausbauten.

Snowden hatte Angst vor Gleichgültigkeit

Insgeheim habe er sich Sorgen gemacht, dass er sein gemütliches Leben für Nichts aufs Spiel gesetzt habe und dass die Öffentlichkeit mit Gleichgültigkeit oder Zynismus auf die Enthüllungen reagieren würde. "Ich war nie so dankbar, daneben gelegen zu haben," schrieb der 31-Jährige.

Die Massenüberwachung von privaten Telefonaten auf Grundlage des Patriot Acts zu beenden, sei ein historischer Sieg für die Rechte eines jeden Bürgers, so Snowden. Die USA schränkten nach heftiger Debatte ein NSA-Programm ein, mit dem die Telefondaten aller Amerikaner gesammelt wurden. Der Geheimdienst muss das Sammeln künftig privaten Telefongesellschaften überlassen. Nur bei begründetem Terrorverdacht und nach einem richterlichem Beschluss können Ermittler die Datensätze bei den Unternehmen abfragen.

Snowdens Enthüllungen brachten das Ausmaß des US-Spähapparats seit dem Frühsommer 2013 nach und nach ans Tageslicht. Von den USA wird er weiterhin wegen Spionage gesucht.

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