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Kaspersky Lab von "fast unsichtbarem" Trojaner ausgespäht

Stuxnet-Nachfolger  

Raffinierter Trojaner späht Kaspersky aus

10.06.2015, 18:08 Uhr | dpa

Kaspersky Lab von "fast unsichtbarem" Trojaner ausgespäht. Virus Scanner (Quelle: imago images/STPP)

Kaspersky entdeckte einen Virus im eigenen Netzwerk. (Quelle: STPP/imago images)

Die russische Sicherheitsfirma Kaspersky ist Opfer eines Cyberangriffs geworden. Mitarbeiter entdeckten einen Spionage-Trojaner, der über Monate hinweg unentdeckt im eigenen Netzwerk vertrauliche Informationen ausspähte. Dorthin war er gelangt, nachdem ein Mitarbeiter auf den Anhang einer gefälschten E-Mail geöffnet hatte. Bei der Schadsoftware soll es sich um einen Nachfahren des bekannten Computerwurms Stuxnet handeln.

Die Angreifer sollen unter anderem nach zukünftigen Schutzmechanismen für Betriebssysteme gesucht haben. Kaspersky versichert, dass bei dem Angriff keine Kundendaten gestohlen wurden. "Diese Software war extrem hochentwickelt und fast unsichtbar", sagte Gründer und Chef Eugene Kaspersky in einer Videokonferenz.

Das Virus sei eine Weiterentwicklung der Schadsoftware Duqu, weshalb vermutlich auch deren Programmierer dafür verantwortlich sind. Duqu ist mit dem bekannten Computerwurm Stuxnet verwandt, der nach bisherigen Informationen entwickelt worden war, um das iranische Atomprogramm zu sabotieren.

Neuer Trojaner hat viel Geld gekostet

Die jetzt entdeckte Software sei so aufwändig, dass ihre Entwicklung mehr als zehn Millionen Dollar gekostet haben dürfte, sagte Kaspersky. Sie habe bisher unbekannte Sicherheitslücken im Betriebssystem  Windows ausgenutzt. Kaspersky überprüfe nun unter anderem den Quellcode der eigenen Sicherheitsprogramme. Bisher sei dabei nichts entdeckt worden.

Kaspersky-Konkurrent Symantec berichtete am Mittwoch, das Schadprogramm sei bei einem europäischen Telekom-Unternehmen, einem asiatischen Elektronik-Hersteller sowie auf Computern in den USA, Großbritannien, Schweden und Hongkong entdeckt worden.

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