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Facebook verhunzt junger Hessin die US-Reise

Privatsphäre? Fehlanzeige!  

Facebook-Chat führt zu Einreiseverbot in die USA

06.08.2015, 07:49 Uhr | t-online.de

Facebook verhunzt junger Hessin die US-Reise. US-Behörden suchen auf Facebook offensichtlich nicht nur nach Terroristen. (Quelle: imago images)

US-Behörden suchen auf Facebook offensichtlich nicht nur nach Terroristen. (Quelle: imago images)

Wegen eines harmlosen Facebook-Chats wurde einer jungen Frau aus Hessen die Einreise in die USA verweigert. Sie wollte nach dem bestandenen Abitur dort ihre Großcousine besuchen. Doch die US-Grenzbeamten vermuteten ein illegales Arbeitsverhältnis und setzten sie nach langem Verhör in einen Flieger zurück nach Deutschland, berichtet die Zeitung "Frankfurter Rundschau".

"Das Schlimmste, was einem Menschen passieren kann, ist wenn einem die Wahrheit nicht geglaubt wird. Denn genau dann ist man absolut hilflos", zitiert die Frankfurter Rundschau aus den Aufzeichnungen von Aimee Valentina Schneider, mit denen sie ihren Einreiseversuch in die USA protokolliert hat.

Nach dem bestandenen Abitur freute sich die 19-Jährige aus dem hessischen Lahntal auf einen viermonatigen Urlaub bei ihrer Großcousine in Cleveland. Bei der Ankunft am Flughafen in Philadelphia nahmen die Grenzbeamten der jungen Frau jedoch trotz gültigem Visum zunächst Pass und Smartphone ab und führten sie in ein separates Verhörzimmer, berichtet die Zeitung. Dort sei sie von einer Beamtin detailliert und unwirsch nach Inhalten aus einem Facebook-Chat gefragt worden, den sie vor der Reise mit ihrer Großcousine geführt hatte. Antworten durfte sie nur mit "Ja" oder "Nein".

Harmloser Facebook-Chat macht Ärger

Die Grenzbeamtin habe gefragt, ob sie Nachrichten auf dem Handy habe, in denen sie sich bereit erklärt habe, auf die Kinder ihrer Cousine aufzupassen. Oder ob sie gesagt habe, dass sie einen gültigen Führerschein habe und die Kinder auch mal zur Schule fahren würde. Die Beamtin hatte offenbar die Facebook-App auf ihrem Smartphone geöffnet und vollständig durchgelesen.

Nach Angaben von Aimee Valentina Schneider haben die Beamten ihr nicht geglaubt, dass sie tatsächlich vier Monate lang in Cleveland Urlaub machen wolle. Sie sollen ihr vorgeworfen haben, dass sie heimlich als Au-Pair arbeiten wolle. Da sie das jedoch nicht in ihrem für ein Jahr gültigen Visum angegeben habe, durfte sie nicht einreisen und musste sofort zurück nach Deutschland fliegen.

Nach ihrer Rückkehr reagierten sowohl ihre Familie in Deutschland als auch die Verwandten in Cleveland empört auf den Vorfall. Während die Eltern der jungen Frau eine Petitionsstelle und den für ihre Region zuständigen Bundestagsabgeordneten ansprachen, schalteten die Verwandten in Cleveland einen Anwalt ein. Der "Frankfurter Rundschau" sagte die junge Frau, dass sie jetzt aber keine Lust mehr habe, in die USA zu reisen.

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