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Kim Dotcom unter Feuer: "Richter wird erkennen, wie böse wir sind"

Kim Dotcom unter Feuer  

"Ein Richter wird erkennen, wie böse wir sind"

24.09.2015, 17:24 Uhr | AFP , t-online.de , dpa

Kim Dotcom unter Feuer: "Richter wird erkennen, wie böse wir sind". Das Auslieferungsverfahren gegen Kim Dotcom wird fortgesetzt. (Quelle: Reuters)

Das Auslieferungsverfahren gegen Kim Dotcom wird fortgesetzt. (Quelle: Reuters)

Das Auslieferungsverfahren gegen Kim Dotcom hat begonnen. Der in Neuseeland lebende Megaupload-Gründer und seine Kollegen haben Urheberrechte systematisch verletzt, so die US-Justiz. Dotcom habe seine Schuld schon längst eingeräumt.

In seinem mitgebrachten Ledersessel verfolgte Kim Dotcom das Eröffnungsfeuer der Anwältin Christine Gordon. Die Vertreterin der US-Justiz wirft dem 41-Jährigen und drei seiner Megaupload-Kollegen vor, bewusst Urheberrecht verletzende Film- und Musikkopien für den Onlinespeicherdienst angeworben zu haben. Es habe "eine Verschwörung" von Kim und seinen Mitstreitern gegeben, aus solchem Material finanziellen Profit zu schlagen, sagte die Rechtsanwältin Christine Gordon.

Erste Dotcom-Dokumente

Gordon bezifferte die Werbeeinnahmen von Megaupload mit 22 Millionen Euro und die Einnahmen aus Premium-Abonnements mit 133 Millionen Euro. Insgesamt hätten die Rechteinhaber Schäden in Höhe einer halben Milliarde Dollar erlitten.

Die Anwältin verwies auf interne E-Mails, die deutlich machten, dass die Macher von Megaupload wussten, dass ihre Herangehensweise "nicht 100 prozentig legitim" war. In einer Skype-Mitteilung aus dem Jahr 2010 soll Kim geschrieben haben: "Irgendwann wird ein Richter erkennen, wie böse wir sind und dann wird es großen Ärger geben."

Auch habe es der Firmenchef versäumt, urheberrechtlich geschütztes Material auf Nachfrage hin zu entfernen. Letztendlich sei Megaupload nichts weiter als eine "einfache Betrugsmasche" gewesen.

Kim Dotcom nennt Anklage "digitale Atombombe"

Dotcom, der als Kim Schmitz in Kiel geboren wurde und als Erwachsener seinen Namen ändern ließ, bestreitet die Vorwürfe. Nach der Anhörung am twitterte Dotcom: "Die USA haben ihre Argumente präsentiert und es klang wie eine digitale Atombombe. Aber wir wissen, dass die USA gern lügen, was Massenvernichtungswaffen angeht. Wartet auf unsere Entgegnung."

Bereits seit drei Jahren beschäftigt sich die Justiz mit der Frage, ob der 41-Jährige und seine Kollegen wegen Urheberrechtsverletzungen an die USA ausgeliefert werden sollen. Sollte dem Auslieferungsgesuch stattgegeben werden, erwarten Kim und seinen Mitstreitern bei einer Verurteilung durch die US-Justiz lange Haftstrafen. 

Eigener Ledersessel im Gerichtssaal

Bei seinem zweiten Auftritt im Gerichtssaal hatte der schillernde Internetunternehmer auch wieder seinen eigenen Ledersessel mitgebracht, den er nach eigenen Angaben wegen Rückenproblemen benötigt. Im Jahr 2012 beantragte die USA seine Auslieferung. Dotcom wurde verhaftet, sein Anwesen in Neuseeland durchsucht und zahlreiche Besitztümer wie beispielsweise teure Autos beschlagnahmt. Für das Verfahren sind vier Wochen angesetzt.

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