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Microsoft: Update für Windows schließt Schwachstellen

Millionen PC-Nutzer gefährdet  

Microsoft härtet Windows ab

11.12.2015, 12:15 Uhr | jhof

Microsoft: Update für Windows schließt Schwachstellen. Microsoft aktualisiert Windows. (Quelle: t-online.de)

Microsoft aktualisiert Windows: Diese Updates brauchen Sie. (Quelle: t-online.de)

Microsoft schließt zum Jahresende erneut kritische Schwachstellen in Windows – darunter im Grafikmodul und im Internet Explorer. Eine Schwachstelle nutzen Hacker bereits aus. Andere Update-Pakete könnten dagegen Ärger machen. Wir geben einen Überblick.

Insgesamt liefert Microsoft im Dezember zwölf Sicherheitspakete aus, acht von ihnen haben die höchste Sicherheitsstufe. Die weiteren vier Patches beheben "hohe" Sicherheitsanfälligkeiten, mit denen Angreifer zum Teil Zugriffsrechte verändern oder Kontrolle über den Computer erlangen können.

Nur bei einem der Pakete besteht für normale Anwender kein Handlungsbedarf, da es Server-Software betrifft. Wir empfehlen, die Sicherheitspatches umgehend zu installieren.

Rechner zum Surfen abhärten

Die Update-Pakete MS15-124, MS15-125 und MS15-126 betreffen den Microsoft-Browser und schließen zusammen 32 Schwachstellen, über die Hacker bösartige Software wie Trojaner und Viren einschleusen können. Hier kann bereits das Öffnen einer speziell präparierten Internetseite zur Infektion führen. Betroffen sind alle Browser-Versionen des Internet Explorers mit allen Windows-Versionen von Vista bis Windows 10 und auch Microsoft Edge.

Auch das Update MS15-128 für die Grafikkomponente schließt mehrere kritische Lücken. Sie ermöglichen Angreifern mithilfe von präparierten Office-Dokumenten, Webseiten, E-Mails und Videos, schädliche Software auf Windows-Rechnern einzuschleusen. Betroffen sind neben Windows auch die Büro-Programme Office 2007 und 2010, Skype und  Microsoft Lync sowie die Laufzeitumgebungen .NET Framework und Silverlight.

Outlook stürzte nach Update ab

Mit MS15-131 hat Microsoft ein zweites großes Update-Pakete für seine Büro-Suiten geschnürt. Allerdings sollten versierte Anwender beim Aktualisieren von Word, Excel und Outlook vorsichtig sein, denn der Patch korrigiert erneut die Schriftendarstellung. Im Vormonat musste Microsoft einen diesbezüglichen Patch zurückziehen, nachdem dieser auf einigen Rechnern für Programm-Abstürze gesorgt hatte. Weitere kritische Lücken klaffen in den Windows-Modulen Silverlight (MS15-129) und Uniscribe (MS15-130) für Windows 7.

Die restlichen Update-Pakete schließen weniger gravierende Schwachstellen, da sie nicht direkt über das Internet angreifbar sind. Alle davon betreffen Windows, eines das Windows Media Center. Patch MS015-135 schließt zum Beispiel vier Lücken im Windows-Kernelmodustreiber, die im schlimmsten Fall die Erhöhung von Berechtigungen ermöglichen. Angriffscode für diese Lücke kursiert laut Microsoft bereits im Internet. Ein lokal am PC angemeldeter Angreifer kann darüber etwa Daten auslesen, ändern oder löschen sowie neue Konten mit sämtlichen Benutzerrechten erstellen.

Windows aktualisieren

In der Regel lädt Windows die neuen Updates automatisch herunter, anschließend müssen Sie den Rechner neustarten. Sie können die Update-Funktion aber auch händisch anstoßen und fehlende Sicherheitspatches herunterladen und installieren. Alle Updates sind auch im Security TechCenter von Microsoft näher beschrieben und stehen dort zum Download zur Verfügung.

Schützen Sie Ihren Computer rechtzeitig, indem Sie Windows und die verwendete Software aktualisieren. Weitere schwere Sicherheitslücken gefährden Computer, auf denen Adobes Flash Player läuft – also fast jeden zum Surfen genutzten Rechner. Auch hier gibt es ein Update, das Sie am besten sofort installieren sollten.

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