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Hasso-Plattner-Institut: So unsicher ist das beliebteste Passwort


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Beliebte Passwörter sind erschreckend unsicher

Von dpa, t-online
Aktualisiert am 31.12.2015Lesedauer: 2 Min.
Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik (HPI) warnt vor zu einfachen Passwörtern.
Das Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik (HPI) warnt vor zu einfachen Passwörtern. (Quelle: dpa-bilder)
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Ein Passwort soll nicht nur dem Eigentümer eines Kontos Einlass gewähren, sondern auch vor unbefugtem Zugriff schützen. Trotz dieser Binsenweisheit kamen Forscher bei der Ermittlung der weltweit beliebtesten und meist genutzten Passwörter zu einem erschreckenden Ergebnis.

Das beliebteste Passwort der Welt sei nach wie vor "123456", teilte das Potsdamer Hasso-Plattner-Institut für Softwaresystemtechnik (HPI) auf Grundlage einer Analyse gestohlener Datensätze mit.


So prüfen Sie ihre E-Mail-Adresse auf Identitätsdiebstahl

Öffnen Sie die Internetseiten https://sec.hpi.de/leak-checker und geben Sie dort Ihre E-Mail-Adresse ein
Sieht die Antwort-E-Mail so ausm, ist alles gut, denn in den Hacker-Datenbanken sind keine Identitätsdaten zu dieser Adresse zu finden.
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Obwohl Daten- und Identitätsdiebstähle ständig Schlagzeilen machen, benutzen viele Internetnutzer weiterhin unsichere Passwörter. Ein weiterer verbreiteter Fehler ist es, für verschiedene Logins immer das gleiche Passwort zu benutzen. Hat der Nutzer einen Login-Datensatz gestohlen, knackt er damit auch andere Nutzerzugänge des Opfers.

Vornamen oder Klartext sind schlechte Passwörter

Gern verwendet würden auch andere Zeichenfolgen, die auf der Tastatur in einer Reihe liegen, sowie Vornamen und allgemein Begriffe aus dem Wörterbuch. Sogar "password", englisch für Passwort, werde oft benutzt.

Spezielle Computerprogramme könnten solche simplen Kombinationen "blitzschnell ermitteln", warnte HPI-Direktor Christoph Meinel. Wer testen möchte, wie schnell ein Passwort auf diese Weise geknackt werden kann, kann das auf https://howsecureismypassword.net/ testen.

Statistik basiert auf 215 Millionen geraubten Identitätsdaten

Die HPI-Forscher stützten ihre Angaben auf die Analyse von mehr als 215 Millionen geraubten Identitätsdaten, die sie seit 2011 im Netz entdeckt hatten. Allein in diesem Jahr untersuchten sie nach eigenen Angaben fast 35 Millionen Datensätze, die von Cyberkriminellen in speziellen Internetforen veröffentlicht wurden.

Diese Daten stammten demnach aus 15 verschiedenen Quellen, darunter einem Hackerangriff auf das Seitensprungportal Ashley Madison.

2015 wurden besonders viele Daten gestohlen

2015 habe es sehr viele große Datendiebstähle gegeben, erklärte Meinel. Dabei seien jeweils mehr als eine Million Datensätze gestohlen und veröffentlicht worden. Dating-Portale wie Ashley Madison würden vermehrt angegriffen, da Hacker hier ein großes Erpressungspotenzial sähen.

Prüfen Sie ihre eigene Identität auf Diebstahl

Mit seinem kostenlosen "Identity Leak Checker", zu finden unter https://sec.hpi.de/leak-checker hilft das Hasso-Plattner-Institut jedem zu überprüfen, ob persönliche Identitätsdaten von ihm geraubt und in speziellen Internetforen veröffentlicht sind.

Dazu geben Sie einfach Ihre E-Mail-Adresse ein. Dann bekommen Sie eine Mail mit einer Auflistung, ob und welche persönlichen Daten in Hacker-Datenbanken auftauchen. Die E-Mail enthält dazu auch Handlungsempfehlungen.

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