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Hacker stellen 29.000 US-Beamte bloß

Einfach ausgetrickst  

Hacker stellen 29.000 US-Beamte bloß

09.02.2016, 10:34 Uhr | t-online.de

Hacker stellen 29.000 US-Beamte bloß. Verblüffend einfach: Hackern gelang der Zugriff auf interne Datenbanken des US-Justiz. (Quelle: dpa/Symbolbild)

Verblüffend einfach: Hackern gelang der Zugriff auf interne Datenbanken des US-Justiz. (Quelle: Symbolbild/dpa)

Eine Gruppe von Hackern hat offenbar Datenbanken des FBI, des Heimatschutzes (DHS) und der US-Justiz geknackt. Die Datendiebe veröffentlichten Zehntausende von Namen und Telefonnummer. Angeblich ist das nur nur ein Kleinteil ihrer Beute.

Innerhalb von 24 Stunden veröffentlichten die Hacker die Daten von 20.000 Mitarbeitern des FBI und 9000 Mitarbeitern des DHS, wie das Magazin "Vice" berichtet. Auf Twitter teilten sie den Link zu den Daten samt dem Passwort "lol" (laughing out loud). Außerdem posteten sie einen Screenshot, der angeblich Netzlaufwerke des Justizministeriums (DOJ) zeigt: 200 Gigabyte an Daten wollen die Hacker von der Justiz erbeutet haben, diese veröffentlichten sie bisher jedoch nicht.

Wenn Hacker einen Telefonstreich spielen

Laut "Vice" sind die Daten echt. Dem Magazin wurden die Listen kurz vor der Veröffentlichung zugespielt. Die Reporter riefen daraufhin einige der aufgelisteten Personen an und konnten bestätigen, dass es sich um Angestellte des FBI und des DHS handelt.

Die "Süddeutsche Zeitung" (SZ.de) nahm per Chat Kontakt mit einem der Hacker auf. Dieser erklärte der Zeitung, der Datendiebstahl fuße auf dem Hackerangriff eines Schülers im Oktober. Damals war kein geringerer als der CIA-Chef John Brennan das Opfer. "Wir haben in den Dokumenten (die im Oktober geleakt wurden) das Passwort von einem Mitarbeiter des Justizministeriums gefunden", sagte der Hacker "SZ.de". 

Anschließend hätten die Datendiebe beim Justizministerium angerufen und die Identität des gehackten Mitarbeiters vorgetäuscht. So konnten sie die Behörde angeblich dazu überreden, die Sicherheitsvorkehrungen für ein Verwaltungsprogramm auszuschalten, das sich auch über das Internet öffnen lässt.

Nicht mehr als ein veraltetes Telefonbuch?

Die Behörden nehmen den Vorfall zwar sehr ernst, berichtet "SZ.de". Gleichzeitig wollen sie die Bedeutung der gestohlenen Daten herunterspielen. Laut der britischen Zeitung "The Guardian" wurde der Hack auf einer Krisensitzung am Montag mit dem Diebstahl eines veralteten Telefonbuchs verglichen. Der Tenor der Sitzung habe dennoch gelautet: Der unberechtigte Zugriff auf interne Datenbanken von FBI, DHS und DOJ sollte nicht derart leicht fallen.  

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