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Hacker manipulierten russischen Wechselkurs

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Der neue Banken-Schreck  

Hacker manipulierten Rubel-Wechselkurs

10.02.2016, 14:39 Uhr | t-online.de

Hacker manipulierten russischen Wechselkurs. Ein Trojaner aus Russland wird zum Banken-Schreck. (Quelle: dpa/Symbolbild)

Ein Trojaner aus Russland wird zum Banken-Schreck. (Quelle: Symbolbild/dpa)

In einer bisher beispiellosen Cyber-Attacke haben russischsprachige Hacker die Macht ihrer Schadsoftware demonstriert. Mithilfe eine Trojaners infiltrierten sie eine Bank und passten den Wechselkurs zwischen Dollar und Rubel an. Der erst vor Kurzem bekanntgemachte Angriff war offenbar nur die Spitze des Eisbergs.

Am 27. Februar 2015 spielte der Wechselkurs in der Wolga-Metropole Kazan für 14 Minuten nicht nach den Regeln von Angebot und Nachfrage. In dieser Zeit war ein Dollar zwischen 55 und 66 Rubel wert – "ein beachtlicher Unterschied zum vorherrschenden Wechselkurs", sagte ein Sprecher der russischen Zentralbank der Finanznachrichtenagentur "Bloomberg". Die Schwankung war sogar so beachtlich, dass die Zentralbank die IT-Sicherheitsfirma Group-IB mit der Untersuchung des Vorfalls beauftragte.

Trojaner Corkow übernimmt die Kontrolle

Die IT-Spezialisten entdeckten einen Trojaner namens Corkow auf den Computern der Energobank in Kazan. Die Schadsoftware öffne ihren Besitzern eine Hintertür. So können die Hacker über das Internet beliebige Aktionen auf den gekaperten Systemen ausführen. "Ist die Malware erst einmal ins lokale Netzwerk eingedrungen, kann sie sogar Computer befallen, die nicht mit dem Internet verbunden sind", erklärte Dmitry Volkov, der Chef von Group-IB.

Laut Volkov ist es der erste dokumentierte Angriff auf eine Bank mit dem Corkow-Trojaner. Wahrscheinlich wollten die Hacker aber nur testen, was sie mit dem Virus anstellen können. Denn der Schaden fiel angesichts des großen Potentials relativ gering aus: Die Energobank verlor nach eigenen Angaben 244 Millionen Rubel (3,2 Millionen US-Dollar). Bisher gibt es keine Anzeichen dafür, dass sich die Hacker mit diesem Angriff selbst bereicherten.

Geldautomaten zahlen aus, bis sie leer sind 

Im Sommer 2015 war Corkow dann aber Bestandteil eines wohl geplanten und millionenschweren Diebstahls. Das berichtet der Hersteller von Antiviren-Software Kaspersky. Abermals russische Hacker infizierten mithilfe von Phishing-Mails ein nicht genanntes Bank-Netzwerk mit dem Trojaner. Dieses Mal manipulierten die Kriminellen das Geldverarbeitungssystem derart, dass sie Geldautomaten komplett leer räumen konnten. In einer Nacht sollen sie mehrere Millionen Euro erbeutet haben.

Corkow, der nach dem Namen einer russischen Hackergrupper teils auch Metel genannt wird, ist eine wachsende Gefahr für Banken. Der Trojaner ist laut Group-IB weltweit auf 250.000 Computern installiert, darunter mehr als 100 Finanzinstitute. Das Schadprogramm wird laufend aktualisiert, um einer Entdeckung durch Antivirensoftware zu entgehen.

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