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Aerticket-Panne: Daten von Millionen Flugreisenden jahrelang einsehbar

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Millionen Kunden betroffen  

Daten von Flugreisenden jahrelang online einsehbar

01.08.2016, 18:27 Uhr | dpa

Aerticket-Panne: Daten von Millionen Flugreisenden jahrelang einsehbar. Persönliche Daten von Flugreisenden waren ungesichert im Netz. (Quelle: imago/Westend61)

Persönliche Daten von Flugreisenden waren ungesichert im Netz. (Quelle: Westend61/imago)

Ein Berliner Großhändler für Flugtickets hat jahrelang bei der Sicherheit seiner Kundendaten gepatzt. Die Daten von Millionen Flugreisenden waren seit Ende 2011 offen im Internet einsehbar, darunter Name, Adresse und teilweise auch Bankdaten. Inzwischen ist die Lücke geschlossen.

Das Unternehmen Aerticket stellt Tickets für mehrere tausend Großkunden aus. Darunter sind viele Reisebüros, aber auch Online-Reiseportale wie etwa die Unister-Töchter Fluege.de, Ab-in-den-Urlaub und Flug 24 oder Flugpreissuchmaschinen wie Tripado und Travel-Overland. 

Die Recherchen der "Süddeutschen Zeitung" hatten ergeben, dass es ohne technische Kenntnisse möglich war, Tickets, Reisepläne, Rechnungen, Name, Anschrift und teilweise auch Bankdaten einzusehen. Jeder konnte demnach die Informationen mit geringem Aufwand abfragen. Aerticket erklärte der "Süddeutschen Zeitung", von der Sicherheitslücke seien rund ein Viertel der Tickets betroffen gewesen, also rund 1,5 Millionen Buchungen pro Jahr.

Lücke bei Aerticket sei nicht ausgenutzt worden

Aerticket habe die Sicherheitslücke in der vergangenen Woche der Behörde gemeldet, sagte ein Sprecher des Berliner Beauftragten für Datenschutz und Informationsfreiheit und bestätigte damit einen Bericht der "Süddeutschen Zeitung". Ersten Prüfungen zufolge sei das Datenleck nicht von Kriminellen ausgenutzt worden.

Nach eigenen Angaben arbeitet Aerticket mit rund 14.500 Großkunden zusammen. Das sind neben den Reise-Portale wie Ab-in-den-Urlaub, Fluege.de, Billigflug.de, Flug.de oder Airline-direct.de auch stationäre Reisebüros in Deutschland und zahlreichen anderen Ländern. Die Portale sind für die Sicherheitslücke nicht verantwortlich. Es besteht auch kein Zusammenhang mit der Insolvenz des Leipziger Unternehmens Unister, das Webportale betreibt.

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