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Trojaner "Cerber" verbreitet sich rasant - im Juli 100.000 Opfer

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Erpressung auf Bestellung  

Trojaner "Cerber" verbreitet sich mit hoher Geschwindigkeit

18.08.2016, 13:33 Uhr | jhof, t-online.de

Trojaner "Cerber" verbreitet sich rasant - im Juli 100.000 Opfer. Ransomware verschlüsselt Dateien oder sperrt Windows. Die fiesen Trojaner lassen sich jedoch bekämpfen. (Quelle: imago/Reporters)

Ransomware verschlüsselt Dateien oder sperrt Windows. Die fiesen Trojaner lassen sich jedoch bekämpfen. (Quelle: Reporters/imago)

Der Erpresser-Trojaner "Cerber" flutet das Internet: Computer in 176 Ländern sind mittlerweile mit dem Schädling infiziert. Die Hintermänner haben eine strukturierte Marketing-Organisation für seinen Vertrieb aufgebaut. Das macht den Trojaner deutlich gefährlicher als andere Schadprogramme.

Das Sicherheitsunternehmen CheckPoint hat sich Cerber genauer angeschaut und stellt fest, dass der Schädling nur die Speerspitze einer neuen Industrie ist. Sie macht die Verschlüsselungstrojaner deutlich gefährlicher als andere Schadprogramme.

Etwa 150.000 Nutzer in 176 Ländern sind von Cerber betroffen, davon 100.000 allein im Juli 2016. Insgesamt zählten die Forscher 161 aktive Spam-Kampagnen, die versuchen, den Schädling via E-Mail auf die Geräte seiner Opfer einzuschleusen. Jeden Tag kommen durchschnittlich acht weitere hinzu. Hauptziele sind derzeit China und Südkorea, allerdings auch zahlreiche andere Länder in Westeuropa.

Trojaner Cerber auf Bestellung

Laut den Forschern des Sicherheitsdienstes CheckPoint haben die Hintermänner von Cerber im Darknet eine strukturierte Marketing-Organisation für den Vertrieb ihres Trojaners aufgebaut.

Abnehmer und Interessenten brauchen keine fundierten Kenntnisse für die Nutzung, sondern können der professionell erstellten Anleitung in zwölf verschiedenen Sprachen folgen. Außerdem gibt es eine Support-Hotline sowie genaue Produktbeschreibungen und Gewinnkalkulationen. Die Umsatzerwartungen für 2016 schätzt CheckPoint auf 2,3 Millionen Dollar.

BSI warnt vor steigender Gefahr

CheckPoint hat Hinweise, dass die Urheber von Cerber wahrscheinlich aus Russland stammen. Unter anderem haben sie verschiedene Mechanismen eingearbeitet, die Angriffe auf einen Großteil von Staaten in Osteuropa ausschließen. Geografisch zielen die Angriffe hauptsächlich auf westliche Industrienationen. In seinem Bundeslagebild für 2015 registrierte das BKA einen Anstieg der hierzulande operierenden Cyber-Banden von zwölf auf 22 Syndikate.

Im Juli 2016 legte das Bundesamt für Sicherheit in der Informationstechnik (BSI) ein Lagedossier zum Thema Ransomware (PDF) vor. Nach Ausbruch der ersten großen Infektionswelle – die den Erpresser-Trojaner Locky im Mail-Anhang trug - stieg die Zahl der mit einem Verschlüsselungstrojaner infizierten Geräte innerhalb weniger Monate auf über 70 Prozent an. Mittlerweile gibt es Dutzende wenn nicht Hunderte Varianten von Lösegeld-Trojanern.

Schutz vor Ransomware

Generell ist jedes Gerät für Verschlüsselungstrojaner angreifbar: Rechner, Tablets und Smartphones, aber auch Geräte, die digital vernetzt sind, wie etwa medizinische Ausrüstung oder Büro-Verwaltungen, sind bedroht. Die Gefahr ist riesig, da wichtige Daten unzugänglich, IT-Systeme lahmgelegt und mitunter Menschenleben gefährdet sind. Durch die digitale Integration betrifft dies nahezu jeden Bereich der Gesellschaft, wie das BSI betont.

Wie Sie Ihre Geräte effektiv vor Ransomware schützen und von Cerber verschlüsselte Daten wieder zurückholen können, erklären wir in unserem Ratgeber: So schützen Sie sich vor Erpresser-Trojanern.

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